Schortens - Als Pastor Falko Schilling vor gut drei Jahren nach Schortens kam, hat er das Projekt mit angeschoben. Nun nimmt er bald Abschied von der Gemeinde, kann die Durchführung nur noch aus der Ferne beobachten – doch er weiß: endlich geht es los.
Arbeitsbedingungen
Der Umbau der Friedhofskapelle und der komplette Neubau des Nebengebäudes auf dem Friedhof Plaggestraße beginnt. Die Pläne hat Pastor Schilling nun vorgestellt mit Friedhofsgärtner Rolf Hemken, Bürgermeister Gerhard Böhling und Thomas Berghof und Heiko Klein von der Stadtverwaltung sowie Baubeauftragtem Dietmar Jünger.
Die Baugenehmigung liegt vor, am 8. Oktober sollen die Abrissarbeiten der kleinen Nebengebäude beginnen. „Mit den Baumaßnahmen schaffen wir nicht nur eine Verbesserung der Trauerkultur, sondern auch der Arbeitsbedingungen der Friedhofsgärtner“, sagt Falko Schilling.
Der Grundriss der Kapelle, die in den 50er Jahren gebaut und 1997 überarbeitet wurde, bleibt so bestehen. Aber die Raumstruktur ändert sich. Von der Plaggestraße aus wird es im linken Flügel neben dem großen künftig auch ein einen kleinen Andachtsraum geben. „Denn es gibt immer häufiger kleinere Trauerfeiern“, weiß Pastor Schilling. Der kleinere Raum ist für etwa 20 bis 25 Personen gedacht.
Im großen Andachtsraum wird es neben einem neuen Anstrich unter anderem neue Heizkörper und Lichter geben. Im rechten Flügel entstehen drei moderne Kühlanlagen.
Zudem werden die zwei kleinen Nebengebäude komplett abgerissen. Es gibt einen Neubau mit einem Geräteraum sowie Duschen für die Friedhofsgärtner und Toiletten – auch eine barrierefreie.
Stadt übernimmt Hälfte
„Alle diese Maßnahmen sind uns sehr wichtig“, sagte Bürgermeister Gerhard Böhling. Die Stadt übernimmt 50 Prozent der Gesamtkosten, die sich auf bis zu 350 000 Euro belaufen. Wie lange die Bauzeit dauern wird, kann noch nicht gesagt werden – das hängt auch vom Wetter ab.
Aber: Während der Bauphase können Trauerfeiern in den Kirchen stattfinden, die Kühlung werden regionale Bestatter – zum Beispiel in Jever – übernehmen. „Das ist schon abgesprochen“, sagt Schilling. Zudem werden Toiletten-Container in der Bauphase aufgestellt, während der Öffnungszeiten besteht auch die Möglichkeit, die WCs im Gemeindehaus zu nutzen.
Schon jetzt ist Pastor Schilling voller Vorfreude. „Leider habe ich nun nichts mehr von dem Endergebnis“, sagt er. „Aber ich bin froh, dass der Prozess nach so langer Zeit nun endlich losgeht.“
