Wildeshausen/Huntlosen - Die alten VW-Busse T1 waren eindeutig in der Überzahl gegenüber den guten alten Käfern beim elften Treffen der Wildeshauser Käferkumpels. Zum dritten Mal in Folge trafen sich die VW-Oldie-Fans am Wochenende aus dem gesamten norddeutschen Raum bis hin ins Rheinland auf dem Gelände an der Gaststätte „Zur Hunte“, Hatter Straße 15, bei Huntlosen und Sandhatten.
Michael Schröder hatte mit Gerrit Luthardt und Dennis Sperling das Treffen organisiert: „So voll haben wir den Platz noch nie gehabt“, so Schröder angesichts der 95 Fahrzeuge und rund 200 VW-Begeisterten. Seine Erklärung: „Wer einmal hier war, kommt eigentlich immer wieder. Meist mit Freunden“, meinte Schröder, der zugleich allen Familienmitgliedern, Freunden und anderen Helfern dankte. „Mit drei Mann in unserer Interessengemeinschaft kommen wir nicht weiter. Wir sind auf die Hilfe angewiesen.“
Bereits am Donnerstagabend waren die ersten Teilnehmer angereist und bauten ihre Zelte auf. Der Großteil kam am Freitag, Haupttag aber war der Sonnabend mit Rundgang und Beurteilung durch den IG-Vorstand.
Daneben standen abends Live-Musik mit der Band ohne Namen, eine Tombola und Programm für Kinder und Erwachsene an.
Das Treffen war nicht immer nur reines Vergnügen: Bisweilen musste auch geschraubt werden, wie am alten T1, Baujahr 1958/34 PS, von Markus Rüger aus Oldenburg. Von Beruf ist er Informatiker, in der Freizeit Schrauber am Oldie-Bus.
So auch am Sonnabend: An der Lichtmaschine war die Riemenscheibe ausgeschlagen. „Das macht nicht nur ein unangenehmes Geräusch wie bei einem Lagerschaden, sondern kann auch zum Totalausfall führen“, erklärte der Oldenburger. Hilfe nahte schnell: Manuel Meyer aus Großenkneten, selber VW-Bus-T1-Fahrer, holte ein Ersatzteil aus seinem Privatlager.
Es ging auch noch älter: Timo Manowski hatte seinen Käfer, Baujahr 1953, mitgebracht, modifiziert mit Porsche-Maschine und „Resto-Cal-Look“, wie er erklärte. So nennt sich die Methode für aufwendig restaurierte Fahrzeuge, die sich durch sehr ausgeprägte Detailverliebtheit auszeichnen. Es ist die älteste Methode, um einen Käfer zu individualisieren.
Seit 35 Jahren ist Martin Paetzke aus Hörstel bei Ibbenbühren VW-Oldie-Fan. Sein Samba-Bus ist nur noch in wenigen Exemplaren zu haben. Bemerkenswert ist die hohe Anzahl an Fenstern und das übergroße Faltdach für den besonderen Ferienmoment im eigenen Vehikel. Paetzke setzt nicht auf große Restaurierung. Er hat den Bus im Original gelassen, auch mit Rost an den Türen.
