Ramsloh - Stolz waren die Schüler des Wahlkurses Saterfriesisch vom Laurentius-Siemer-Gymnasium an diesem Freitagmorgen. Zusammen mit dem Regisseur Herbert Dohlen aus Göttingen präsentierten sie ihren Film „Seelterlound – Die Moore des Saterlandes“, den sie im Rahmen des Umwelt- und Kommunikationsprojektes „Green Cut – Jugend filmt biologische Vielfalt“ selbst produziert hatten.

Schuldirektor Reinhard Dreker begrüßte die stellvertretende Bürgermeisterin Marianne Fugel sowie ihren Amtskollegen Leonhard Rosenbaum als Ehrengäste. Gekommen waren aber auch die Interviewpartner, die im Film gezeigt werden, wie Wilhelmine Espeter, Ludgar Thedering und Georg Klären sowie Gretchen Grosser, die dem Filmteam bei Übersetzungsfragen zur Seite stand und Karl-Peter Schramm als Vertreter des Seelter Buunds.

Zusammen mit den Schülern und ihrem Lehrer Volker Kramer sahen sie sich den fast 16-minütigen Film an, in dem es um Moore im Saterland geht. Dabei kommen Menschen zu Wort, die im Moor gelebt und gearbeitet haben. Sie erzählen in saterfriesischer Sprache aus ihren Erinnerungen.

Darüber hinaus spielt die Dokumentation der Artenvielfalt im Lebensraum Hochmoor eine große Rolle. So werden immer wieder verschiedene Pflanzen, wie das Torfmoos, Wollgras oder Heidekräuter sowie Tiere, insbesondere Spinnen, in Nahaufnahmen gezeigt. Aber auch der Wandel des Moores, von einer Natur- in eine Kulturlandschaft, wird im Film beleuchtet.

Die Schüler hätten so zeigen können, wie nah sie der Natur durch Sucher und Linse gekommen sind. Aber auch die technische Herausforderung sei groß gewesen, betonte Dohlen. Trotzdem hätten sich die Schüler engagiert und professionellen gezeigt.

Gedreht haben die Schüler das Filmmaterial selbst. Geschnitten und bearbeitet wurde es anschließend von Herbert Dohlen, der bis zu seinem 17. Lebensjahr in Scharrel gelebt hat. „Ich wollte immer einen Film in saterfriesischer Sprache machen“, berichtet er auf der Premiere. Deshalb freute er sich ganz besonders, diesen Traum jetzt in Erfüllung sehen zu können.

Auch die Schüler zeigten sich mehr als zufrieden mit dem Ergebnis. „Ich habe nicht gedacht, dass ein so toller Film dabei rauskommt, sagte einer von ihnen in einer Frage-Antwort-Runde nach der Premiere.

Wolfgang Alexander Meyer
Wolfgang Alexander Meyer Redaktion Oldenburg