Rastede - Auf Einladung des Freundeskreises für Sinti und Roma zu Oldenburg hat die Arbeitsgemeinschaft (AG) „Für den Frieden“ der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Rastede jetzt an einer Veranstaltungswoche zur „Erinnerungskultur“ teilgenommen.
Der Vortrag der Arbeitsgemeinschaft stand unter dem Titel „Wenn Schüler den Antiziganismus ins Stolpern bringen...“, berichtet AG-Leiter Dr. Michael Luttmer. Die Schüler stellten die AG vor und erläuterten, mit welchen thematischen Schwerpunkten die AG sich seit ihrer Gründung 1998 befasst hat. Neben dem Themenfeld der Sinti und Roma setzen sich die neun Schüler mit den Themen „Juden und Antisemitismus“, „Kampf gegen Rechtsextremismus“, „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage und für den Frieden“ auseinander.
Das Beispiel der Sinti und Roma zeige, wie bedeutsam es ist, sich mit Rechtsextremismus zu beschäftigen, da bis heute viele Minderheiten, zu denen auch die Sinti und Roma gehören, mit Vorurteilen und Ausgrenzung in unserer modernen Gesellschaft zu kämpfen haben, so Luttmer.
Die AG-Mitglieder Gülistan Ibrahim und Saskia Dierks stellten die Veranstaltungen und Aktionen der vergangenen 15 Jahre im Themenfeld „Sinti und Roma“ vor, die verdeutlichten, in welchem Maße die AG bereits versucht, die Emanzipation der Sinti und Roma zu unterstützen.
Der Vortrag endete mit einem offenem Gespräch, bei dem ausgetauscht wurde, inwiefern die Schule als öffentliche Institution den Antiziganismus bekämpfen kann. Dabei äußerten alle Beteiligten die Hoffnung, dass sowohl Lehrpläne als auch Lehrerkollegien sich daran beteiligen. Die Arbeit der AG schätzten die Besucher als wertvollen Beitrag ein, berichtet Luttmer abschließend.
