Großenkneten - „Momentan brauchen wir uns über die Ausrichtung von Bundesschützenfesten keine Gedanken machen, sondern müssen überlegen, ob der Schützenbund Lethe-Huntestrand überhaupt überleben kann.“ Klare Worte, die der Vorsitzende des Schützenvereins Großenkneten, Günther Behrens, am Freitagabend während der Jahreshauptversammlung in der Schießhalle zu den Vereinsmitgliedern sprach.
Obwohl das Vereinsjahr aus Sicht des Kneter Schützenvereins finanziell gut verlaufen und die Stimmung im Vereinsleben gut sei, sieht Behrens – auch Schützenbund-Vorsitzender – dunkle Wolken aufziehen.
Im vergangenen Jahr hatten sich die Vereine noch gemeinsam Gedanken über die Zukunft der Bundesschützenfeste gemacht. Daraus entstand eine Fragebogenaktion. Aber nur ein Bogen sei zurückgekommen.
Für die Gründung eines Schützenbundes seien sechs Vereine notwendig, erklärte Behrens. „Wir haben nach der Kündigung von Bühren nur noch fünf Vereine. Und Steinloge wird aller Voraussicht nach im nächsten Jahr den Verein auflösen“, sagte der Vorsitzende weiter.
Er habe deshalb mit dem Präsidenten des Schützenbundes Wildeshausen, Jürgen Hasselberg, Kontakt aufgenommen, um die Möglichkeit einer Fusion auszuarbeiten. „Ich werde euch über den Stand der Angelegenheit auf dem Laufenden halten“, versprach Behrens.
Berichten konnte der Vorsitzende auch über die Beteiligung der Gemeinde an den Betriebskosten der Schießanlage. „Im Endeffekt werden 15 000 Euro für alle Vereine in der Gemeinde, die ein eigenes Gebäude haben, bewilligt.“ Somit erhielten zwölf Vereine einen Zuschuss. „Allerdings reicht der Betrag nicht aus, die Betriebskosten in voller Höhe zu erstatten. Bislang sind es 71 Prozent, die gezahlt werden. Wir werden ein Auge darauf haben und auf eine Erhöhung der Zuschüsse auf 25 000 Euro in der Summe hinwirken.“
Das Eröffnungsschießen soll in diesem Jahr um eine Woche vorverlegt werden, da am ersten Samstag im März auch die Delegiertenversammlung des Oldenburger Schützenbundes stattfindet. Schützenbund-Vorsitzender Behrens und OSB-Kassenprüfer Detlef Kreye werden zum Delegiertentag reisen und sie wollen eine größere Abteilung mit Fahnenkommando mitnehmen.
Bei den Wahlen erhielten der 2. Vorsitzende Enno Claußen und der 1. Schießmeister Hartmut Schütte erneut das Vertrauen.
Zum Abschluss wurden Bilder und Filme aus den Jahren 2006 und 2016 gezeigt, die 35 der 298 Mitglieder des Vereins sahen.
