Altenoythe - Martin Schumacher kam, sah und siegte. Mit dem Gongschlag zur Eröffnung des Königsschießens betrat Schumacher den Schießstand des Altenoyther Schützenvereins, fest entschlossen die Königswürde zu erringen. Als er fünf Minuten später den Schießstand verließ, stand mit 19 Ringen eine sehr hohe Ringzahl für Schumacher zu Buche. Die Konkurrenz war geschockt.

23 weitere Bewerber um die Königswürde versuchten, die vorgelegten 19 Ringe zu überbieten oder zu egalisieren, doch keiner konnte es ihm gleichtun. Vier Schützen hatten mit 19 Ringen zwar Tuchfühlung, aber gefährden konnten sie Schumacher nicht. Sie durften nur noch um das Amt des Vizekönigs stechen. Diesen Titel sicherte sich Josef Schütte.

Nachdem das Königsschießen beendet war, ließ sich der designierte König beim Schützenvolk entschuldigen, wichtige Amtsgeschäfte erforderten seine Präsenz in Eggershausen, hieß es. Hier sammelte der neue König seine „Kohorten“ und präsentierte sich wenig später mit seiner Königin und dem Throngefolge den Schützen, bereit zur Inthronisation. „Wer in Altenoythe bei der stets hohen Bewerberzahl König werden will, braucht ein sicheres Auge und eine ruhige Hand und zudem auch noch absolute Nervenstärke. Dies hatte Martin Schuhmacher“, sagte der Vorsitzende des Schützenvereins, Hans Schnarhelt, im Rahmen der „Krönungszeremonie“. Fleiß und Ausdauer beim „Üben“ hätten ihm die gewünschte „Krone“ gebracht. „Wir Altenoyther Schützen können stolz auf einen so treffsicheren Regenten sein, und es ist immer wieder schön zu erleben, mit wie viel Engagement in Altenoythe um die Königswürde gekämpft wird. Die Begeisterung für das Königsamt zeigt, dass der König etwas im Ort gilt, er wird von der ganzen Bevölkerung getragen und von Alt und Jung gleichermaßen gefeiert“, so Schnarhelt weiter. Das Schützenfest vom 28. bis 30. Juni werde hervorragend, ist sich Schnarhelt sicher.

Unter dem Jubel der Schützen, insbesondere der des III. Zuges, inthronisierte er den neuen König. Der stellvertretende Vorsitzende Bernd Willer schmückte den neuen Regenten mit den Insignien der Macht, der Königskette, der goldenen Königsschnur, den goldenen Schulterklappen sowie den Königsorden. Als Königin hatte sich der Monarch Ehefrau Maria erwählt und ließ sie vom Vorsitzenden als „Maria die Liebliche“ mit dem Diadem schmücken.

Dem neuen Königspaar des Altenoyther Schützenreiches stehen Bernd Budde und Peter Lübbers als Adjutanten zur Seite. Zudem gehört die Nachbarschaft zum Throngefolge und unterstützt das Monarchen-Paar bei allen Amtsgeschäften. „In Altenoythe König sein zu dürfen, ist etwas ganz besonders Schönes. Königin Maria und ich sind glücklich, dem Altenoyther Schützenreich vorstehen zu dürfen“, sagte der neue König. Er dankte den Schießmeistern des Vereins und der Züge, die ihm beim Üben mit Rat und Tat zur Seite gestanden hätten. „Es ist ein schöner Tag für uns“, so der König weiter.

Neben dem auf dem KK-Stand durchgeführten Königsschießen wurde gleichzeitig auf dem Luftgewehrstand das Kaiserwanderpokalschießen der ehemaligen Könige ausgetragen. Vereinsvorsitzender Hans Schnarhelt sicherte sich den Wanderpokal für ein Jahr.