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Halloween-Wettbewerb Schwarzer Kürbis begeistert die Jury

Wildeshausen - Solch einen Kürbis hat Wildeshausen bestimmt noch nicht gesehen. Das Siegerexemplar der 1. Halloween-Kürbis-Challenge ist schwarz. Das war für die Jury ein Aspekt, Jörg Blin am Sonntag in der Kategorie „Kürbiskopf“ oben aufs Treppchen zu stellen. Aber auch sonst ist Blins Modell ungewöhnlich. Mund und Augen sind asymmetrisch – aber nicht schwarz, sondern in der originalen Kürbisfarbe orange. Und im Mund steckt noch ein kleiner Kürbiskopf mit einer Spinne.

Mit Lack besprüht

„Ich habe mir gedacht, dass bestimmt kein schwarzer Kürbis dabei sein wird“, erzählte der 47-jährige Blin nach der Siegerehrung im Hotel Wildeshauser Hof. Also nahm er sich eine Sprühdose mit schwarzem Lack und legte los. Ein schwarzer Hut mit gelber Krempe rundet den Kürbiskopf des Wildeshausers ab.

Gut ein Dutzend Kürbisse in zwei Kategorien waren eingereicht worden. Neben dem „Kürbiskopf“ gab es die Kategorie Freestyle. „Die Entscheidungen über den Sieg waren in beiden Fällen knapp“, sagte Manuela Grube (Café Schräubchen), die zusammen mit Doris Linder (Hotel Wildeshauser Hof) und Iris Abel (Bauer Uwes Lütje Deel) die Jury bildete.

Den Freestyle-Wettbewerb gewann Daniela Kassner aus Wildeshausen. Die 26-Jährige belegte zudem in der Kategorie „Kürbiskopf“ den zweiten Platz. „Für mein Freestyle-Modell habe ich mir die Anregungen aus dem Internet geholt“, erzählte Kassner ihr Vorgehen. Ihr Werk zeigt vier Motive: den Tod, den Sarg, den Friedhof und den Zombi als Apokalypse. „Zehn Stunden habe ich an beiden Kürbissen gearbeitet.“ Die nötige Fingerfertigkeit brachte sie aus ihrem Beruf als Uhrmacherin mit. So hat sie bei ihrem Kürbiskopf die mehrere Zentimeter langen Zähne einzeln mit einem kleinen Küchenmesser bearbeitet.

Den zweiten Rang im Freestyle-Wettbewerb belegten Marcus Greiser und seine Tochter Flurina (3) aus Wildeshausen, die sich gleichzeitig über den dritten Rang in der Kategorie Kürbiskopf freuen durften. Platz drei im Freestyle ging an Jan Rau. Er schnitzte eine Hexe in seinen Kürbis, die mit einem Löffel in ihrem Kessel rührt.

Zufrieden mit Premiere

„Nächstes Jahr werden wir den Wettbewerb vielleicht noch größer aufziehen“, schaute Doris Lindner nach vorne. Dann werde die Siegerehrung eventuell am Abend im Dunkeln stattfinden, damit man auch die beleuchteten Kürbisse sehen kann.

Mit der Premiere zeigte sich Manuela Grube durchaus zufrieden. „Wir wollten mal sehen, wie kreativ die Wildeshauser sind. Außerdem gibt es in diesem Jahr keine Gruselnacht in Wildeshausen. Somit treten wir niemandem auf die Füße.“

Übrigens: Einer der Preise des Wettbewerbs war eine Kürbistorte – gefertigt von Konditorin Manuela Grube.

Christoph Koopmeiners Redaktion Cloppenburg
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