Bookholzberg - Bookholzbergs Traditionsgaststätte „Zum Schwarzen Ross“ ist seit Mitte August Baustelle. Mit Hochdruck wird gemauert, gefliest, gestrichen und, und, und. Das zeitliche Ziel ist ehrgeizig: Nach einer Grundsanierung und auch Erneuerungen in mehreren Bereichen soll der Gastronomiebetrieb am Sonnabend, 1. November, wieder eröffnet werden.
Wie berichtet, hatte der letzte Pächter am 18. Juni den Insolvenzantrag beim Amtsgericht Delmenhorst gestellt, am 1. August wurde der Bremer Fachanwalt Philip Schober zum Insolvenzverwalter bestellt. Künftig übernimmt die Eigentümerin selbst, die „Abraham Grundbesitz“, den Betrieb, so sagte deren Geschäftsführer Ibrahim Celik. Celik wird das Haus leiten.
Zum Konzept der neuen Gastronomie: Am Sonnabend und Sonntag werde es reguläre Öffnungszeiten geben, dann werde eine internationale Küche mit hochwertigen Speisen im mittleren Preissegment geboten. An den anderen Wochentagen könnten Gesellschaften hier Räumlichkeiten und Bewirtung in Anspruch nehmen. Der Bedarf an einer solchen Nutzung sei in Bookholzberg gegeben, ist Celik überzeugt.
In dem Gebäudekomplex wurde und wird vieles verändert. Für die Gäste vielleicht am auffälligsten: Der 200 Quadratmeter große, bislang recht dunkle Saal wurde aufgehellt – durch Farbe, durch weiße Verblender an Trägern, aber auch durch ein Öffnen der Nischen. Ein neu angelegter Tresen erhält eine Verbindung zur Küche – die, so Celik, „komplett erneuert wird“.
Der bisherige Gastraum im Eingangsbereich hat einen neuen Boden erhalten, dieser Bereich soll zum Raucherraum werden.
Bei der Ausgestaltung habe man großen Wert darauf gelegt, prägende alte Balken zu erhalten. Auch der Namensgeber, also das „Schwarze Ross“, solle in dem Gebäude wiederzufinden sein – zum Beispiel als Bild an der Wand des Saals.
Möglichst zügig nach Fertigstellung des Parterrebereichs wolle man sich der oberen Etage des Gebäudes widmen – mit dem Ziel, auch den Hotelbetrieb wieder aufnehmen zu können. Die Gästezimmer sollten ein höheres Niveau erhalten. Angedacht sei im Übrigen auch, das benachbarte Gästehaus zu sanieren und in die Nutzung einzubeziehen.
