SCHWEI - Die Mädchen und Jungen des Kindergartens begeisterten mit der Aufführung des Musicals „Regenbogenfisch“. Die Kostüme hatten sie selbst gebastelt.

von beatrix schulte

SCHWEI - Mit einer Aufführung des Sing- und Tanzspiels „Regenbogenfisch“ mit allen 62 Mädchen und Jungen des Kindergartens „Lüttje Lüü“ begannen die Feierlichkeiten anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Fördervereines „Unternehmen Eichhörnchen“ am Freitag in der Turnhalle in Schwei. Die Kinder hatten die Schuppen für ihre Kostüme selbst gebastelt und auch bei der Bühnendekoration mitgeholfen.

Ein großes blaues Fischernetz hing über der liebevoll gestalteten Szenerie. Die Kinder zeigten in drei Gruppen ein 45-minütiges Spiel mit Tänzen und Sologesängen, die die Erziehrinnen mit ihnen einstudiert hatten, vor voll besetzten Rängen.

Anschließend konnten die fast 200 Gäste am Kuchenbüfett der Eltern im Kindergarten naschen und sich beim „Tag der offenen Tür“ über die Einrichtung informieren. Erst vor kurzem waren die Räumlichkeiten mit Hilfe engagierter Eltern und des 2. Vorsitzenden des Fördervereines, Malermeister Reinhard Jäschke, renoviert worden.

Am Abend stand dann eine Party des Fördervereines in der Turnhalle auf dem Programm, bei der die Rockcoverband „Blue Cat“ mit der Schweier Erzieherin Christine Muth für musikalische Unterhaltung sorgte. Den Erlös vom Kuchenverkauf und vom Getränkeumsatz am Abend, der sich auf erstaunliche 3000 Euro summierte, will der Fördern in die Anschaffung von Außenspielgeräten investieren.

Unter den vielen Gästen begrüßte „Unternehmen Eichhörnchen“-Vorsitzende Ulrike Jakobs die ehemaligen Vorstandsmitglieder des Fördervereines, Vertreter der örtlichen Vereine, einige Ratsmitglieder und Stadlands Bürgermeister Boris Schierhold sowie den SPD-Bundestagsabgeordneter Holger Ortel.

Der Förderverein sei Ausdruck des guten Zusammenhaltes im Ort, sagte Boris Schierhold bei der Übermittlung seiner Glückwünsche zum zum zehnjährigen Bestehen. Die Bewohner trügen den Verein, es sei ein „Wir-Gefühl“ im Ort, bei dem alle Bewohner an einem Strang ziehen. Er lobte auch die Erzieherinnen des Kindergartens, die mit ihren Schützlingen über vier Wochen das Musical einstudiert und eine gelungene Vorstellung auf die Beine gestellt hatten.

Kinder seien eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, so Holger Ortel. Er plädierte für ein kostenloses erstes Kindergartenjahr, das die Gesellschaft finanzieren müsse. „Der Trieb, das Finanzamt zu betuppen, ist größer als der Sexualtrieb“, monierte Ortel angesichts rückläufiger Geburtenraten. Die Gesellschaft müsse Familien und Frauen mehr unterstützen, um diesen Trend aufzuhalten.

Kindergartenleiterin Heike Woltmann bedankte sich bei den aktiven Förderern der Einrichtung, aber auch bei den stillen Mitgliedern, die, obwohl ihre Kinder dem KIndergarten bereits entwachsen sind, dem Verein noch die Treue halten.