SCHWEI - Wenn sich am Freitag, 13. März, um 19 Uhr im Hotel „Schweier Krug“ der Vorhang zur Premiere „Een Froo mut her“ öffnet, feiert die Laienspielgruppe Schwei ein doppeltes Jubiläum. Es ist die 25. Inszenierung zum 25-jährigen Bestehen der Spielschar. Aus diesem Grunde findet nach der Premiere erstmalig ein Theaterball statt.

Von den Gründungsmitgliedern, zu denen Renate Hoppe, Renate Brüggemann, Lenchen Wagner, Brigitte von Minden, Rita Böselager, Gudrun Hoffmann, Christa Fehlhaber, Anneliese Buschmann und Gudrun Dams zählen, sind nur noch Jeanette Maschke und Ilona Nolte auf der Bühne aktiv. 1987 stießen Agnes Pargmann, die heute noch als ältestes Ehrenmitglied im Hintergrund mithilft, Rita Scherweit, die regelmäßig in Männerrollen schlüpft, Änne Böning und Karin Suhr zur Gruppe.

1994 gesellten sich die heute noch aktiven Rita Netzlaff, ebenfalls häufig in Männerrollen, und Anneliese Kleemeyer dazu. Gisela Bolte kam 1998 in die Gruppe. Meike Peschke und Petra Dierks spielten ab 2000 für einige Jahre, während Sabrina Meier und Sonja Böning mit ihren 26 Jahren für die Verjüngung der Gruppe sorgten. Seit 2004 ist Nicole Scherweit, seit 2005 Andrea Arens dabei.

In den 25 Jahren standen insgesamt 23 Darstellerinnen auf der Bühne. Derzeit besteht die Laienspielgruppe Schwei aus neun Hobbyschauspielerinnen im Alter von 26 bis 85 Jahren besteht.

Die Idee zur Gründung entstand 1984 im Frauengesprächskreis der evangelischen Kirchengemeinde Schwei mit Pastor Johannes Rieper. Das erste Stück, ein Einakter, wurde für die Seniorenweihnachtsfeier der Gemeinde einstudiert. Anlässlich der Gründung des Kirchbauvereines Schwei wurde der erste Dreiakter, ein hochdeutsches Stück mit dem Titel „Bauplatz mit himmlischem Segen" im „Schweier Krug" aufgeführt. Mit ihren Aufführungen gastierte die Laienspielgruppe auch in den benachbarten Orten Seefeld, Kötermoor und Nordenham. Seit 1995 ist die Bühne im „Schweier Krug" das Zuhause der Laiendarstellerinnen.

Rund 700 Besucher kann die Gruppe pro Saison zu ihren Aufführungen locken. Die Proben beginnen im November. Die Hobbyschauspielerinnen haben sich im Laufe der Jahre ihre Besonderheiten erhalten. Es spielen ausschließlich Frauen, die bei Bedarf in die sorgfältig ausgesuchten Hosenrollen schlüpfen.

„Wir brauchen die Männer nur für den Bühnenumbau", sagt Rita Scherweit und ist auch stolz auf diese besondere Note ihrer Gruppe. „Wir müssen die Theaterstücke sehr genau aussuchen, denn wir können nicht zu viele Männerrollen gebrauchen, da nicht alle Frauen problemlos in die Männerrolle schlüpfen können, ohne dass es künstlich wirkt", machte Ilona Nolte deutlich.