Hude - Sie sehen so aus, als ob man sie mit Leichtigkeit von ihren Sockeln heben könnte. Doch die ineinander verwinkelten Plastiken und Reliefs des niederländischen Künstlers Herbert Nouwens sind aus Stahl. Genauer genommen aus alten Industrieabfällen, manche sogar aus alten Schiffsrümpfen gefertigt. Zu sehen sind 15 dieser Kunstwerke ab diesem Sonntag, 25. Januar, in der Huder Klostermühle.

Eröffnet wird die Ausstellung „Inside Out“, die von der Galerie am Stall angeschoben wurde, dann am Sonntag um 11.15 Uhr. Neben dem niederländischen Künstler selbst, wird der Bildhauer Herbert Blazejewicz eine Einführung in die Werke von Nouwens geben. Musikalisch wird das Programm von Barbara Hoffmann am Cello untermalt.

Musik spielt bei Nouwens Kunstwerken eine große Rolle. Seine Arbeiten sind komponiert aus Gruppen von Stahlelementen, die meist etwas Tänzerisches ausstrahlen. Die Figurationen drücken oft unmittelbare musikalische Empfindungen aus, die stark von der Musik Johann Sebastian Bachs geprägt sind, weiß Frank L. Giesen von der Galerie am Stall. Er habe vor sechs Jahren bei einer Galerie in Oldenburg Kontakt zu Nouwens geknüpft und war sofort von seinen Werken begeistert: „Umso mehr freue ich mich nun, dass wir seine Werke, die teilweise noch nirgends zu sehen waren, hier ausstellen können.“

Neben den Plastiken werden auch zahlreiche Wandarbeiten, sogenannte Reliefs, im Klosterort zu sehen sein. Was das besondere an den Arbeiten von Nouwens ist? „Seine Plastiken entfalten eine starke räumliche Wirkung, weil sie durch ihre Offenheit mit dem sie umgebenden Raum spielen und ihn so mit einbeziehen“, sagt Giesen. So ergibt jeder neue Blickwinkel auf die Kunstwerke eine individuelle Plastik für sich.

Geöffnet ist die Ausstellung nach der Eröffnung noch bis zum 15. Februar. Öffnungszeiten sind jeweils mittwochs, freitags und sonnabends von 15 bis 18 Uhr sowie sonntags von 11 bis 18 Uhr.

Lars Puchler
Lars Puchler Redaktion Lokalsport Ammerland