SEDELSBERG - Zahlreiche Hände musste Pfarrer Emeritus Hubert Gnida vor kurzem im Pfarrheim in Sedelsberg schütteln. Viele Gläubige waren dem Aufruf des Ortsausschusses St.-Petrus-Canisius Sedelsberg zum Empfang im Pfarrheim gefolgt und wollten sich auch persönlich bei ihrem Priester und Pfarrer für sein nunmehr über 25-jähriges Wirken in Sedelsberg bedanken.

Pfarrer feiert Geburtstag

An seinem 74. Geburtstag am 3. Oktober feierten viele Gläubige mit Pfarrer em. Hubert Gnida gebührend sein 25-jähriges Ortsjubiläum. Am 1. Juli 1984 war Hubert Gnida zum „Vicarius öconomus“ (Pfarrverwalter) und zum 3. Dezember 1985 zum Pfarrer von St. Petrus-Canisius in Sedelsberg ernannt worden.

Unter großer Beteiligung der Sedelsberger Gläubigen, von Vereinen und Verbänden des Ortes, die mit ihren Abordnungen und Fahnen und Bannern gekommen waren, wurde Pfarrer Hubert Gnida gefeiert. Auch die Messdiener, die vor 25 Jahren mit ihm den ersten Dienst am Altar ausgeübt hatten und Pfarrer Albert Lütkebohmert und Pfarrer Leo Simon in die Kirche geleitet, wo er gemeinsam mit ihnen den Dankgottesdienst feierte. Umrahmt wurde der große Dankgottesdienst vom Gesang des Frauenchors Sedelsberg, dessen Präses er bis Januar 2009 war und dessen Ehrenpräses er heute ist.

Nach dem Dankhochamt wurde der Geistliche draußen vor der Kirche feierlich mit einem musikalischen Ständchen des Blasorchesters Sedelsberg empfangen. Im Pfarrheim grüßten dann noch die Jagdhornbläser den passionierten Waidmann musikalisch.

Spuren hinterlassen

„Wir haben sie in all den 25 Jahren als einen sehr engagierten und positiv handelnden Pfarrer erlebt. Für diese 25 Jahre wirkungsvolle Seelsorge in Sedelsberg möchten wir Ihnen alle Dank sagen, denn Sie haben in dieser Zeit Zeichen gesetzt und Spuren hinterlassen“, sagte Gisela Heitmann-Meyer als Vorsitzende des Ortsausschusses von St. Petrus-Canisius Sedelsberg. Gnida würde trotz seiner Pensionierung mit vollem Einsatz den Glauben in Sedelsberg vermitteln.

Und während Georg Pugge dem Geistlichen den Dank des Seelsorgerates übermittelte, überbrachte Heinrich Thoben die Glückwünsche vom Ortsrat Scharrel. Aber auch Bürgermeister Hubert Frye gratulierte dem Jubilar zu seinem 25-jährigen Ortsjubiläum und wies auf die tolle Verbundenheit der Sedelsberger Bevölkerung und Vereine mit ihrem Pfarrer hin.

Ruhebank als Geschenk

Die Vereine und Verbände waren dann ebenfalls nicht mit leeren Händen gekommen, sondern hatten eigens für ihren Pfarrer eine Ruhebank fertigen lassen. Anton Fortwengel vom Verwaltungsrat hob hervor, dass der Jubilar immer ein offenes Ohr für alle hatte, insbesondere auch einen Blick dafür hatte, alle gleich zu behandeln.

Und zum Jubiläum ihres Ortsgeistlichen hatten die Sedelsberger dann eine spontane Idee: Sie wollen ihrem beliebten Pfarrer in Sedelsberg einen Platz widmen, den sie noch anlegen müssen. Gedacht ist ein neu zu schaffender Platz hinter der Kirche zwischen dem Gotteshaus, dem Friedhof und dem Pfarrheim. Über diesen Platz, den „Pfarrer-Gnida-Platz“, müsse dann künftig jeder gehen, der zu diesen Einrichtungen will.