SEEFELD - Inspirieren ließen sich die Freizeitmalerinnen von der Monet-Ausstellung in der Bremer Kunsthalle. Ihre Werke entstanden während eines dreitägigen Workshops.
von beatrix schulte
SEEFELD - Rund 40 Exponate von zehn Hobbymalerinnen sind jetzt im Seefelder Mühlencafé zu sehen. Sie zeigen verschiedenste Aspekte einer künstlerischen Bearbeitung des Themas „Monet und Camille“, die der gleichgearteten Ausstellung in der Bremer Kunsthalle folgt. Dort werden derzeit 19 Werke des Impressionisten Claude Monet sowie weitere Frauenbildnisse anderer Zeitgenossen gefolgt. Durch deren Arbeiten ließen sich die Seefelder Hobbykünstlerinnen inspirieren. Am Sonntag fand im Mühlencafé die Vernissage statt.Die Bilder im Seefelder Kulturzentrum sind das Ergebnis eines dreitägigen Workshops unter der Leitung der Kunstpädagogin Meike Janßen. Im Zentrum der Farbskizzen und Acrylbildnisse steht Camille-Leonie Doncieux, die spätere Frau des Malers Oscar-Claude Monet, der sie als Modell in immer neuen Posen und neuen Kleidern malte. Ausgangsbild auch für die Bremer Ausstellung war allerdings das großformatige Bild „Camille“, das die junge Frau in einem langen wallenden grün-schwarzen Seidenkleid von hinten zeigt.
Nach einem ausgiebigen Studium der Originalbilder in Bezug auf Farbgebung und Pinselduktus des jeweiligen Malers sowie dem Besuch der Modeausstellung im Wilhelm-Wagenfeld-Haus setzten sich die Hobbymalerinnen selbst vor die Leinwand und probierten erste Farbauszüge, denen intensivere Detailansichten folgten. Es wurden Zeichnungen und Acrylbilder eines Modelles mit langem Kleid und Laptop angefertigt, wodurch der Bezug zur heutigen Zeit hergestellt wurde. Auch die „Schwestern“ der Camille wurden inspiziert und im Gemälde umgesetzt.
Ganz entgegen dem vorherrschenden überlieferten Malstil rückte Monet nicht die dargestellte, meist wohlhabende Person in den Vordergrund seiner Betrachtungen, sondern machte das Kleid zum Helden seiner Bilder. „Sein einziges Ziel ist die motivische und malerische Präsens des Kostüms. Monet verlieh dem Kleid eine mit Händen greifbare haptische Qualität“, erklärte Meike Janßen in ihrer Einführung zur Ausstellung.
Und so ergeht es dem Betrachter auch bei den Seefelder Bildern, von denen einige Pelzbesätze und Maraboufedern in greifbarer Optik zeigen. Mareike Luers, Ursel Koop, Trudie Stuijt, Christel Steinke, Imke Gewinn, Susanne Rostek, Ute Extra, Christine Heckmann, Renate Himmerlich und Helga Lange haben sich ganz unterschiedlich mit der Camille auseinandergesetzt und ihre individuelle Sichtweise zu Papier gebracht. Besucher können sich von dem vielschichtigen Ergebnis der Arbeiten noch bis zum 19 März überzeugen.
Zum gleichen Thema findet ein Buffet am 11. Februar statt, bei dem der Vorsitzende des Mühlenvereines, Detlef Rebentisch, sowie die beiden Freiwilligen Müller Walter Janßen und Gerd Riemer unter dem Motto „Zu Gast bei Claude Monet“ zu einem mehrgängigen Menue einladen. Wer an der Gaumenfreude teilhaben möchte, kann sich im Mühlencafé anmelden.
