SEEFELD - Was macht man ohne Mandoline, wenn das Repertoire auf genau dieses Melodieinstrument abgestimmt ist? Nun, man spielt trotzdem und improvisiert, so gut es geht. Die Jazz- und Folkband „Plumps 'n' Dogs“ aus Oldenburg mussten in der Seefelder Mühle auf ihren Frontmann Arne Pertiet verzichten, der mit seiner Mandoline ansonsten die führenden musikalischen Akzente gesetzt hätte.

Diese Aufgabe übernahm insbesondere der Geiger und Saxophonist Oliver Walker, der zusammen mit dem Gitarristen Georg Biermann temperamentvolles Spiel und ansprechende Musik bot. Gleich das erste Mandolinen-Jazz-Stück kam denn auch etwas anders daher und wurde durch das Geigenspiel in eine andere Richtung geführt, was aber dennoch seinen Reiz hatte. Lange Jazz-Part wechselten sich mit südamerikanischen Rumbarhythmen oder einem langsamen Walzer ab, der auch den Musikern eine kleine Verschnaufpause gönnte.

„Plumps 'n' Dogs“ spielen erst seit 2003 zusammen, kennen sich aber aus anderen Formationen bereits bestens. Musikalischer Ausgangspunkt der Gruppe sind die Dawg-Musik-Kompositionen des amerikanischen Mandolinisten David Grisman. Hinzu kommen zahlreiche Jazz-Stücke von Charlie Mariano, Chick Corea oder Pat Metheny, den die Musiker als ihren „Mitarbeiter“ bezeichnen.

Die Bandbreite an verschiedenen Stilrichtungen – von Jazz bis Folk über Funk bis Latin – ermöglichte es den Musikern, ihre individuellen musikalischen Fähigkeiten und Vorlieben zu verwirklichen und die Zuhörer in die unterschiedlichsten Musikstilistiken eintauchen zu lassen. Zu den beiden Frontmusikern an der Gitarre und an der Geige gesellten sich auf der Bühne Wenzel Norzel am Bass und Tobias Walker am Schlagzeug, die die rhythmische Basisarbeit leisteten..