Seefeld - Meike Janßen (Kunst- und Theaterpädagogin) und Sandra Bohlken (Gründerin der Machbar in Berne, die von der Evangelischen Jugend Wesermarsch getragen wird) hatten zu einem dreitägigen Upcycling-Kunstworkshop mit dem Titel: Ist das Kunst oder kann das weg? geladen. Die Ergebnisse dieses Workshops können Interessierte ab diesen Mittwoch, 3. Oktober, in der Seefelder Mühle betrachten.

Die Vernissage beginnt um 19 Uhr. Ab 4. Oktober ist die Ausstellung dann noch bis Ende Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Ab dem 1. November können Interessierte die Ausstellung bis Jahresende samstags von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 10 bis 18 Uhr besuchen . Der Eintritt ist frei.

Ist das Kunst oder kann das weg? Eine berechtigte Frage in Zeiten des schnellen Konsums und einer Leistungsgesellschaft, in der so ziemlich alles einen Nutzen haben muss. Genau da wollten die Leiterinnen mit ihrem Workshop ansetzen, heißt es in der Ankündigung. Aus leeren Sahnebechern, alten Teebeuteln und benutzen Kaffeefiltern, Korken, Plastikflaschen, -bechern, -gläsern, -tüten, Kronkorken, Pappe und Tüll sollten Kunstwerke entstehen, die aber in gemeiner Hinsicht weder einen Verwendungszweck noch besonderen ästhetischen Wert haben mussten.

Es ging darum, mit dem Material – mit seiner Beschaffenheit, seiner Farbe, seinen Eigenschaften – zu experimentieren, sich davon leiten zu lassen oder auch bewusst für die eigenen Zwecke und Ideen zu nutzen. Insgesamt acht Teilnehmerinnen ließen ihrer Kreativität freien Lauf und werkelten fröhlich drauf los. Sie schnitten und klebten, nähten und verdrahteten, schmolzen und verschmolzen, kleisterten und ordneten. Einige kamen schon von vornherein mit einer Idee in den Workshop, andere wiederum ließen sich vor Ort vom Material inspirieren, berichtet Gesche Gloystein, Geschäftsführerin des Kulturzentrums Seefelder Mühle.

Dabei lief nicht immer alles nach Plan: Das Schmelzen des Plastikmülls mit dem Heißluftföhn, war zum Beispiel gar nicht so einfach. „Es ist total spannend zu sehen, wie das Material sich verhält, ohne dass man es beeinflussen kann“, sagte eine der Teilnehmerinnen.

Der Workshop fügt sich thematisch in das Projektjahr des Kulturzentrums Seefelder Mühle („Gutes Morgen, Stadland!“) ein. Nun zeigt der Verein die entstandenen Arbeiten in seinen Ausstellungsräumen. Zur Ausstellungseröffnung sind alle Interessierten willkommen.

Am Mittwoch werden Meike Janßen und Sandra Bohlken sowie einige der Workshopteilnehmerinnen ihre Arbeiten präsentieren. Für die Gäste gibt es eine kleine Verköstigung. Die Künstlerinnen stehen außerdem für Fragen zum Workshop oder auch zu einzelnen Werken zur Verfügung.