Neuenwege/Hude - Den ersten kräftigen Applaus erhielten Bühnenmaler Kalle Jeske und die Bühnenbauer Norbert Ellberg und Werner Reckemeyer, als sich am Freitagabend in der „Alten Dorfschule“ in Neuenwege erstmals der rote Samtvorhang öffnete. Das von ihnen gestaltete Bühnenbild begeisterte spontan die Besucher der von der Neenweger Speeldeel inszenierten Komödie „Internetleevde“. Jeske singt auch im Huder Shanty-Chor mit und organisiert seit drei Jahren einen Reisebus, mit dem diesmal über 55 Sangesbrüder mit ihren Ehefrauen angereist waren, um den amüsanten Dreiakter von Jonas Jetten in der plattdeutschen Fassung von Wolfgang Binder mitzuerleben.
Sie wurden nicht enttäuscht und zollten den oft frivolen und zotigen Anspielungen der Darsteller um Mutter Gisela (gespielt von Ilse Meinen), Tochter Susi (Bianca Wilkens), Feriengast Anton Schwarz (Dieter Hähnel), den drei Tanten Gaby Becker (Kerstin Claußen), Irmgard Becker (Ilse Wiechmann) und Antje Möhlmann (Birgit Kempermann) mit ihrem Ehemann Krischan (Werner Reckemeyer) sowie Ziehsohn Sascha Witt (Heiner Becker) immer wieder Szenenapplaus. Weil sowohl Mutter als auch Tochter auf der Suche nach einem Mann und die Tanten mit den modernen Kommunikationsmöglichkeiten über das Internet nicht vertraut sind, verstehen sie den „Online-Verkehr“ bei der Partnersuche völlig falsch und taumeln so von einem Missverständnis in das Andere.
Nach dem letzten Vorhang erlebten die Besucher eine weitere Überraschung, denn der Shanty-Chor besetzte kurzerhand die Bühne und bedankte sich mit einem bunten Strauß von Seemannsliedern, begleitet von Akkordeon, Gitarren und Bass. Chor-Vorsitzender Fritz Meyer war voll des Lobes: „Ein sehr schönes Stück, jede Rolle war perfekt besetzt und hervorragend gespielt. Es war für uns ein tolles Vergnügen, bei dem wir uns köstlich amüsiert und viel gelacht haben“. Auch Birgit Kempermann ließ es sich als Vorsitzende des Heimat- und Bürgervereins Neuenwege nicht nehmen und lobte den Chor. „Die Jungs kann man natürlich auch, wenn sie nicht gerade auf Tournee sind, für festliche Anlässe buchen – und das auch online!“
Wer noch Eintrittskarten für das Theaterstück „Internetleevde“ bestellen möchten, kann das unter
