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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Kino: Sehen, was gleich zu hören ist

06.03.2012

OLDENBURG Der Komponist Boris Blacher hat seine „Konzertante Musik für Orchester“ in der alten Berliner Philharmonie mit den Worten angekündigt: „Was Sie gleich hören können, werden Sie ja sehen!“ Der Spruch ist 75 Jahre alt – und doch brandaktuell. Was in der neuen Philharmonie zu hören ist, gibt es zeitgleich auch zu sehen. Im Internet, im Fernsehen. Und vor allem im Kino.

„Gute Erfahrungen“ hat Grit Buscher, die Theaterleiterin des Oldenburger Cinemaxx, mit dem neuen Trend gemacht, Opern und Konzerte live auf Großleinwand und mit hochwertiger Akustik anzubieten. Sehr gut gehen die Übertragungen aus der „Met“ mit Stars wie Anna Netrebko, Nathalie Dessay, Deborah Voigt oder Jonas Kaufmann. Am 7. April steht noch die New Yorker „Manon“ von Jules Massenet im Oldenburger Programm, eine Woche später Verdis Zerschmelz-Oper „La Traviata“.

Im Kino konzentrierter

„Etwas Geduld“ braucht es nach Buschers Zwischenbilanz noch bei den Konzerten. Aber: „Die Erfahrungen waren sehr schön. Ich werde für Oldenburg wieder den Finger heben, wenn unsere Zentrale den Vertrag mit den Philharmonikern verlängert“, sagt sie. Dirigent Simon Rattle lockte in den ersten beiden Runden jeweils um 8000 Besucher in über 100 Kinos von vielfach aufgefächerten Häusern bis zu kleineren wie dem Alpenfilmtheater in Füssen oder den Linden-Lichtspielen in Ilmenau.

Das späte Oboenkonzert von Richard Strauss und die „romantische“ 4. Sinfonie von Anton Bruckner zelebrierten diesmal Solist Albrecht Mayer und Dirigent Christian Thielemann mit den Berlinern. „Natürlich ist der Originalklang in der Philharmonie ein anderer“, wissen Ursula und Klaus Ebert aus Rastede aus Erfahrung und probieren mehrere Plätze im Kinosaal aus. „Aber man ist im Kino konzentrierter bei der Sache, im heimischen Sessel lässt man sich eher ablenken. . .“

Vor allem im Piano und im Mezzoforte zeigt die Surround-Tontechnik ihre Stärken. Das unterstreicht Thielemann immer wieder mit der linken Hand: Bruckner kann manchmal nicht leise genug klingen. Wirklich ausgegrenzt bleibt das Fortissimo, wenn sich in der Musik die gewaltigen Hochgebirge auftürmen. Das rüttelt im Konzertsaal den Körper sogar physisch durch und stößt ihn an die Schmerzgrenze. Doch hier besteht auch nach der neuen Lärmschutz-Regelung der EU keine Gefahr.

Gute Akustik

Bei den Opern aus der Met hat Elisabeth Galle aus Bad Zwischenahn auch das Gegenteil bemerkt: „Da wird bei den zartesten Stellen aufgedreht, da wird künstlich dramatisiert.“ Andere Vorzüge wiegen das auf. „Das Geschehen wirkt sehr dicht, es ist schön, diese großen Sänger zu erleben, und die Akustik in Kino 7 im Cinemaxx stellt mich auch sehr zufrieden“, urteilt die Ammerländerin.

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Konkurrenz zu Konzerten vor Ort sieht keiner der Musikfreunde durch die Übertragungen. „Es ist eine wundervolle Ergänzung“, sagen Willi und Elske Vogler aus Zwingenberg an der Bergstraße, zu Besuch im Nordwesten. Sie haben für zu Hause die Berliner Konzertreihe abonniert, gehen deshalb „aber nicht weniger in Konzerte als bisher auch“.

Live sozusagen aus zweiter Hand hat für sie den Bonus, „dass man durch Interviews und Bildführung tiefere Einblicke erhält“. Aber live vor Ort bleibt unschlagbar: „In dieser Unmittelbarkeit steckt einfach mehr Abenteuer!“

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