Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Ausstellung Sehen, was mit den Farben passiert

Ann-Christin Scharf

Elsfleth - Pinsel in den verschiedensten Größen und Formen. Tuben mit allen Farben, die man sich nur denken kann. Bilder in jeder Ecke des Hauses. „Die stapeln sich hier schon“, erklärt Ute Jacobs, Schöpferin der kleinen Kunstwerke, bei dem Gang durch ihr Haus. Sie wisse manchmal schon gar nicht mehr wohin mit den Bildern. Wie viele sie in ihrem Leben schon gemalt habe, könne sie nicht sagen. Rund 20 Werke davon können an der Steinstraße im Geschäft „Theodor von Freeden“ betrachtet werden.

Technik und Material

„Ich male seitdem ich denken kann“, lächelt die ehemalige Französisch- und Erdkundelehrerin. „Dabei hatte ich immer eine Vorliebe für Gesichter. Später kamen dann auch Landschaften hinzu.“ Ihr wichtigstes Utensil sei dabei ihr Skizzenbuch. „Vor allem auf Reisen habe ich es immer bei mir. So halte ich die Dinge einfach vor Ort fest und kann sie dann Zuhause aufmalen“, erklärt die 73-Jährige.

Technik und Material durchmischt die Elsfletherin dabei auch gerne. Feder, Acryl, Kreide, Kohle, Tusche gemixt mit Serviettentechnik, Mullbinden und gespachtelten Farben ergeben die Handschrift der Malerin. „Ich schau dabei immer, was mit der Farbe passiert. Wie sie sich verhält.“ Dabei brauche sie vor allem eines: „Atmosphäre und Ruhe. Deshalb mache ich mir auch vor Ort Skizzen und fotografiere die Szene nicht einfach. Ich muss die Atmosphäre spüren und versinke dann vollkommen darin“, beschreibt die Künstlerin.

Um sich technisch weiterzubilden, besucht die ehemalige Lehrerin Kurse in der Umgebung sowie im Ausland. „Ich war zum Beispiel schon ein paar Mal in Frankreich, um von den Künstlern dort etwas zu lernen“, erzählt Ute Jacobs. Wenn sie nicht gerade auf Reisen ist, malt sie am liebsten in ihrem kleinen Atelier im Haus. „Das hat mein verstorbener Mann mir damals extra eingerichtet“, lächelt die Malerin. Allgemein habe ihre Familie sie immer unterstützt. „Ich konnte immer malen. Mein Mann hat dann ein Buch gelesen oder was anderes gemacht. Und meine beiden Kinder unterstützen mich da ebenfalls“, erzählt sie.

Ausstellungen ringsum

Seit 1997 kann man die Kunstwerke der Elsfletherin in Einzelausstellungen bewundern. „Meine Bilder hingen schon ringsum in der Region. In Brake, Lemwerder oder in Oldenburg“, zählt Ute Jacobs auf. In der Ausstellung in den leerstehenden Geschäftsräumen von ehemals Theodor von Freeden können Passanten nun vor allem regionale Motive aus den letzten 35 Jahren sehen. „Ich wollte schon den Bezug zur Umgebung herstellen. Es gibt also Bilder von der Kaje, dem Jachthafen und der Landschaft, die uns hier umgibt.“

Bis 3. März zu bewundern

Noch bis zum 3. März werden die Bilder im Schaufenster an der Steinstraße ausgestellt. Und wenn sich Interessenten für das eine oder andere Bild finden, ist auch wieder Platz im Haus für neue Kunstwerke. Pinsel in den verschiedensten Größen und Stärken liegen schon bereit.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden
Mit Video
Nach der Sprengung inspizierten Midgard-Beschäftigte die Überreste der Verladebrücke.

KRANSPRENGUNG IN NORDENHAM Koloss aus Stahl fällt in 15 Sekunden zusammen

Norbert Hartfil
Nordenham
Wo ist der Obdachlose hin? Kurz vor der Einmündung des Heidkamper Wegs in die Metjendorfer Straße in Neusüdende hatte sich der Mann mehrere Monate aufgehalten.

MANN WIRD MEDIZINISCH BETREUT Polizei und Landkreis räumen Obdachlosen-Schlafplatz in Neusüdende

Frank Jacob
Neusüdende
Analyse
Am Sonntag, 26. Juni,  war in Thüringen über Landräte, Oberbürgermeister, Bürgermeister sowie über Kreistage, Stadt- und Gemeinderäte abgestimmt worden. Nun stehen Stichwahlen vor der Tür.

STICHWAHLEN IN THÜRINGENS KOMMUNEN IM JUNI „AfD neben der CDU sozusagen die Volkspartei“

Mey Dudin Büro Berlin
Nach einer Fahrt unter Cannabiseinfluss ist der Führerschein weg. Durch das Cannabisgesetz ändern sich aber nicht nur die Blutwerte, ab denen die Fahrerlaubnis entzogen wird, sondern auch, wie man sie zurückbekommt. Der Fachdienst Straßenverkehr des Landkreises Wesermarsch erklärt, warum Kiffer nicht mehr zur MPU müssen (Symbolbild).

FÜHRERSCHEINENTZUG NACH CANNABISKONSUM Kiffer müssen nicht mehr zwingend einen „Idiotentest“ ablegen

Tim Rosenau
Brake