Garrel - Ganz gereicht hat es nicht für den 140 000 Euro teuren Traumspielpark. Garrel landete bei dem Gewinnspiel des Radiosenders FFN auf dem siebten Platz. Noch am Montagabend trafen sich Eltern mit ihren Kindern auf dem Spielplatz Huntestraße, um gemeinsam abzustimmen. Dabei war auch Julia Lindner, die zur Spielplatzgemeinschaft zählt, die sich jüngst wieder gegründet hatte. „Ich habe mir die Auswertung am frühen Morgen angeschaut. Es ist zwar schade, aber besonders enttäuscht bin ich nicht“, sagte die Mutter am Dienstag. Wichtig sei: „Wir haben alles gegeben.“

Nun bemüht sich die Spielplatzgemeinschaft, die aus sieben Haushalten besteht, darum, dass der Platz an der Huntestraße wieder zu einem Spielplatz wird, der diesen Namen auch verdient. Dass das notwendig ist, belegen die Zahlen: Im Umkreis rund um den Spielplatz stehen 613 Ein- und Zweifamilienhäuser mit etwa 500 Kindern.

Spendengelder hat die Spielplatzgemeinschaft bereits kräftig gesammelt, berichtet Julia Lindner. Dafür sei man von Haus zu Haus marschiert. Von dem bislang eingenommenen Geld sind auch schon Spielgeräte ausgesucht worden: Eine Seilbahn soll entstehen, ein Rutschturm sowie eine weitere Rutsche für die kleineren Kinder. Ein Karussell und Federspielgeräte sowie ein Klettergerät sind ebenfalls bereits geordert worden. Auch ein Basketballkorb soll wieder aufgestellt werden.

Rund 10 000 Euro sollen zunächst investiert werden. Weitere Mittel seien gerne willkommen und sollen dann in weitere Geräte investiert werden. Wer spenden möchte, kann sich gerne an Julia Lindner wenden, t   04474/949915.

Aufgestellt werden sollen die neuen Spielgeräte im Sommer. Vorher sind noch zwei andere Spielplätze an der Reihe, sagte Bürgermeister Andreas Bartels. Der zeigte sich im Gespräch mit der NWZ  im übrigen „stolz“ darüber, dass so viele Menschen gevotet und sich engagiert hätten – auch wenn es am Ende nicht gereicht habe.

Reiner Kramer
Reiner Kramer Redaktion Münsterland (Stv. Leitung Cloppenburg/Friesoythe)