Hude - Das Naturbündnis Hasbruch präsentiert in Zusammenarbeit mit der regioVHS am Dienstag, 6. November, um 19.30 Uhr den Vortrag „Schmetterlinge im Hasbruch“. Die Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe über naturkundliche Themen, die im Wechsel in den Rathäusern in Hude und in Ganderkesee stattfinden. Diplom-Biologe Carsten Heinecke aus Oldenburg wird dem Publikum im November einen Überblick über die Schmetterlinge des Hasbruchs und seiner Umgebung geben.

„Wir sind bemüht, den Hasbruch mit seinen seltenen Bewohnern vorzustellen“, berichtet Martin Gerdes-Röben von der Aktionsgemeinschaft für Hude über die Vortragsreihe. Heinecke werde auch die Biologie der Schmetterlinge und ihren Entwicklungszyklus vom Ei bis zum Falter vorstellen, ergänzt Björn Vosgerau von der Gesellschaft der Freunde des Hasbruch den Programmablauf der Veranstaltung.

Bereits in den 90er Jahren führte Heinecke eine Bestandsaufnahme der Schmetterlingsfauna im Hasbruch durch. Damals konnte er 300 Schmetterlingsarten dokumentieren. 100 dieser Arten werden inzwischen als gefährdet eingestuft. 12 von ihnen findet man ausschließlich in großen Eichenbeständen wie sie der Hasbruch bietet. „Es ist uns ein Anliegen, der Bevölkerung die Natur wieder näher zu bringen“, erklärt Siegfried Mlinarzik von der Aktionsgemeinschaft für Hude.

Hartwich Lambracht vom Fuhrenkamp-Schutzverein berichtet von einem regelrechten Nord-Süd-Gefälle in den Schmetterlingsbeständen: „In Süddeutschland sieht man noch viel häufiger Schmetterlinge als bei uns.“

Seit 2008 leitet Carsten Heinecke die Schmetterlings-AG des Oldenburger NABU. Ihm und seiner Gruppe liegt besonders der Große Schillerfalter sehr am Herzen, denn diese Art wurde in der Region bislang nur im Hasbruch nachgewiesen. Die Falter selbst halten sich vor allem in den Baumkronen auf. Dennoch konnte Heinecke einen Bestand der äußerst gut getarnten Raupen nachweisen.

Der nächste Vortrag der Reihe wird am 22. Januar im Rathaus Ganderkesee stattfinden. Referent Arno Schoppenhorst wird dann über das „Gelege- und Kückenschutzprogramm für Wiesenvögel“ in Bremen berichten.

Merle Ullrich
Merle Ullrich Redaktion Brake