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Projekt Senioren erfreut über „Enkel auf Zeit“

Cloppenburg - „Ich habe einen Enkel dazubekommen. Nun sind es elf.“ So lautete der Kommentar einer Seniorin zu dem Sozialprojekt „Alt und Jung im Gespräch“ des Gymnasiums Liebfrauenschule. In den vergangenen Monaten hatten sich in Cloppenburg und Umgebung mehr als 100 Senioren einmal wöchentlich mit einem Schüler des Gymnasiums getroffen. Diese Begegnungen der Generationen dienten dazu, sich die Lebenssituation gegenseitig vor Augen zu führen.

Im Rahmen des Projekts für den Jahrgang acht ging jetzt ein „bunter Nachmittag“ über die Bühne, bei dem sich die Jugendlichen schon einmal vorab bei ihren Projektpartnern bedanken wollten. Dazu stellten sie in Eigenregie ein vielfältiges Programm zusammen.

Kaffee und Kuchen

Zunächst fand man sich in kleinen Gruppen ein, um sich bei Kaffee und Kuchen auszutauschen. „Ich habe mit meinem ,Enkel auf Zeit’ viel unternommen und mehrfach festgestellt: Humor, Lebensfreude, Interesse am anderen – das sind Eigenschaften, die mit dem Alter gar nichts zu tun haben. Wir haben uns prächtig verstanden“, so das Fazit einer älteren Dame.

Im Anschluss gab es eine kurze Führung durch das Schulgebäude. Und so manch eine ehemalige ULFe musste nach mehr als 40 Jahren erstaunt feststellen: „Zu unserer Zeit war das an dieser Schule aber ganz anders.“ Dann fand man sich in der großen Turnhalle ein, wo die Schüler ein buntes Programm vorbereitet hatten. Dieses bestand zum Teil aus selbstgetexteter Musik, Stücken des Bläserensembles unter der Leitung von Dr. Martin Weber, plattdeutscher Mundart, einer Modenschau „Früher und heute“ sowie einer Videoshow .

Schulleiter Andreas Weber bedankte sich bei allen Mitwirkenden, insbesondere bei den Projektpartnern der Achtklässler. „Sie haben eine Menge Zeit geopfert, um für ihr ,Enkelkind’ da zu sein. Ich weiß, dass unsere Schüler viel aus diesen Treffen mitnehmen. Für sie werden Sie zum ,außerschulischen Lernstandort’, indem Sie Ihren immens wichtigen Erfahrungsschatz an die junge Generation weitergeben. ,Erzähl’ von früher’ – Nach meiner Auffassung ist Ihr Eingehen auf diese Anfrage der Jungen unersetzbar“, so Weber.

Große Beteiligung

Der Beweis für das Gelingen dieses Austausches unter den Generationen war zum einen die große Beteiligung. Die Turnhalle war bis auf den letzten Platz gefüllt, denn fast alle Projektpartner waren der Einladung ihrer „Enkel“ gefolgt. Zum anderen fanden sich zahlreiche „Wiederholungstäter“ (Weber) unter den Senioren, die als ein Beleg für das gute Miteinander gelten können.

Religionsunterricht

Das Sozialprojekt „Alt und Jung im Gespräch“ findet immer Anfang des Jahres für rund drei Monate im Jahrgang acht statt und wird im Religionsunterricht begleitet.

Anfang Januar findet hierzu ein Besuch im Seniorenstift „St. Pius Cloppenburg“ statt, bei dem die Schüler einen ersten Einblick in die Thematik erhalten. Alle suchen sich einen vorher weitgehend unbekannten Gesprächspartner aus der „Großelterngeneration“, um sich über die gegenseitige Lebenssituation auszutauschen und um die Veränderungen in der Jugendzeit zu dokumentieren.

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