Ganderkesee - Jetzt bekommen die Herbstmarkt-Organisatoren in Ganderkesee es auch wissenschaftlich bestätigt: Der Markt-Sonnabend am 19. September war mit Abstand der regenreichste Tag des ganzen Monats. Die durchnässten Händler und Besucher beim Flohmarkt hätten dieser nachträglichen Bestätigung durch das Wetterkontor Ingelheim, das allmonatlich im Auftrag der NWZ die Wetterbilanz für den Raum Ganderkesee erstellt, wohl kaum bedurft – sie spürten es auch so.
16 Liter Regen fielen am 19. September in Ganderkesee – fast ein Viertel der gesamten Monatsmenge von 69,4 Litern. Mit zehn Prozent mehr Niederschlag als im langjährigen Durchschnitt war der September 2015 auch insgesamt nasser als sonst.
Ohnehin hatte er für einen Sommermonat, der er kalendarisch zu zwei Dritteln noch ist, den Ganderkeseern wenig zu bieten: An 30 Tagen nur 125 Sonnenstunden hat das Wetterkontor gezählt – das sind zwölf Prozent weniger als üblich. Die mittlere Temperatur lag in der Gemeinde bei 13,4 Grad – 0,5 Grad unter dem Mittelwert der vergangenen 30 Jahre.
Sommertage mit mehr als 25 Grad gab es im vergangenen Monat gar keine, selbst die 20-Grad-Marke wurde fast durchgängig verfehlt. Wärmster Tag war gleich der 1. September mit 20,5 Grad – so hoch kletterte das Thermometer bis zum Monatsende nicht mehr.
Auch die Nachtwerte waren alles andere als sommerlich: Besonders zum Monatsende wurde es nach Sonnenuntergang ziemlich frisch. Frost stellte sich allerdings noch nicht ein. Am kältesten war mit 3,8 Grad die Nacht zum 27. September.
Nach einem steten Wechsel von Sonne, Wolken und Schauern stellte sich nach Angaben des Wetterkontors Ingelheim erst zum Monatsende unter Hochdruckeinfluss schönes und stabiles Herbstwetter ein. Morgendlicher Nebel und Hochnebel in diesen letzten Tagen des Monats entsprachen der Jahreszeit – sie verhinderten allerdings am frühen Morgen des 28. September die Beobachtung eines spektakulären Himmelsphänomens: Von der totalen Mondfinsternis konnten Frühaufsteher in Ganderkesee und umzu leider kaum etwas sehen.
