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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Show mit Gänsehaut-Momenten

18.02.2013

Oldenburg Fünf Jahre „Classic Meets Pop“. Fünf Jahre Oldenburger Musiker treffen auf das Oldenburgische Staatstheater. Fünf Jahre der Brückenschlag zwischen U- und E-Musik. Ein Brückenschlag, der wohl kaum noch ein distinguiertes Nasenrümpfen erntet – dafür aber jede Menge Spaß macht.

Witz trifft auf Präzision

Das sieht man den freudigen Mienen der NiChorLai Singers an, der Chorgemeinschaft der Kirchengemeinde Nikolai Eversten. Sie tanzen und swingen im Hintergrund, bereichern so manche Darbietung. Das sieht man Dirigent Jason Weaver an, der das Oldenburgische Staatsorchesters lässig groovend, federnd wippend dirigiert. So soll es sein. Schließlich steht der Spaß, der Bombast, die große Show im Vordergrund. Und die gab es für die insgesamt über 6000 Zuschauer an zwei Abenden in der seit Monaten ausverkauften Oldenburger EWE-Arena im verschwenderischen Übermaß.

Witziges – die Moderation von Annie Heger und Klaas Schramm nach dem Prinzip „Diva und Döskopp“ – trifft auf Präzision – der Auftritt der 15 jugendlichen Perkussionisten vom Schlagwerk Nordwest. Große Stimmen, wie die von Esther Filly oder der 17-jährigen Emily – wer braucht da noch Anastacia? – wechseln sich mit irrwitzigen Performances ab: Klaas Schramm hampelt sich mit dem Trio-Schlagzeuger Peter Behrens durch eine Orchester-Version von „Da Da Da“. „Classic Meets Pop“.

Doch alles der Reihe nach: „Classic Meets Pop“, das Erfolgskonzept, zieht im fünften Jahr Bilanz, bietet einen Rückblick mit vielen Bekannten, die in den letzten Jahren dort auf der Bühne standen. Bevor es soweit ist, gibt es erst einmal einen weihevollen Auftakt. Den liefert natürlich das Staatsorchester mit der Olympischen Fanfare von John Williams. Die Richtung des Abends ist festgelegt. Pathos steht im Mittelpunkt.

Also schnell nachlegen: Björn Bruschke, Sänger der deftigen Rock-Band aLive!, die gegen Ende der Veranstaltung noch Van Halens Gassenhauer „Jump“ in die Arena pusten werden, performt „Solsbury Hill“ von Peter Gabriel.

Stimmgewaltiger Tenor

Und dann sind da die Gänsehaut-Momente, die „Classic Meets Pop“ ausmachen. Beispielsweise Tenor Stefan Heibach, der eine wunderbar leichte Interpretation von Richard Wagners „Winterstürme wichen dem Wonnemond“ darbot. Ganz zu schweigen von seiner großartigen Variante von Queens „Somebody To Love“. Da zeigen das Format und die Beteiligten ihre ganze Klasse. Das Orchester, die NiChorLai Singers und die „Classic Meets Pop“-Band lassen ihre musikalischen Muskeln spielen, dazu Heibach mit Lederjacke und schwarzer Sonnenbrille als stimmgewaltiger Queen-Tenor. Kurz: der Höhepunkt des Abends.

Apropos Richard Wagner. Klar, dass auch Giuseppe Verdi, der wie Wagner heuer seinen 200. Geburtstag feiert, an diesem Abend nicht fehlen durfte. Gemeinsam mit Angela Bic (Sopran) gab Heibach das Duett „Gia nella notte densa“ aus „Otello“. Davon hätte man gern mehr gehört.

Dann wird das Finale mit Robbie Williams „Let Me En­tertain You“ eingeläutet – fast 150 Beteiligte stehen nun auf der Bühne. Es folgt „An Tagen wie diesen“ von den Stadionpunk-Philosophen Die Toten Hosen. Und wie heißt es da schön: „An Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit“. Dem bleibt nicht mehr viel hinzuzufügen, außer: Im nächsten Jahr findet „Classic Meets Pop“ am 22. März statt.


Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-kultur 
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