Hude - Tiefe Bässe, harte Gitarrenriffs und unheimliche Laute aus der menschlichen Kehle. Im Kulturhof ist es dunkel und nur die wenigen Menschen auf der Bühne werden mit bunten Scheinwerfern beleuchtet. Das „Springsane“ verwandelte am Sonnabend den Klosterort wieder in eine Pilgerstätte von Metalfans. Der Erfolg gibt ihnen Recht. Erklärungsbedarf gibt es dafür eigentlich nicht mehr, denn das Huder Metal-Festival hat sich in den letzten Jahren in der ganzen Nordwest-Region als quantitativ hochwertiges Musikfestival etabliert.

So wundert es nicht, dass es in diesem Jahr zum ersten Mal ausverkauft war. Hunderte Metal-Fans pilgerten mit Bahn, Fahrrad und Auto zum Huder Kulturhof, um einen halben Tag lang sieben Metal-Bands auf der Bühne zu feiern. Und auch wenn die tiefen brummenden Bässe, die harten Drums und das Growlen und die Shouts für Stil-Kenner einen ganz besonderen Reiz haben, war mit melodischen Riffs und harmonischem Gesang auch durchaus etwas für Neulinge dabei.

Neben den „Springsane“-Erfindern und -Organisatoren Ulf Hedenkamp und Florian Köchy und ihren Bandkollegen von „Rising Insane“ standen zum ersten Mal auch die Ganderkeseer „Long Road to Ruin“ oder die Musiker von „Lose your Sympathy“ auf der Bühne im Kulturhof.

Auch „Angels and Enemies“ aus Köln heizten ordentlich ein und bestätigten ihren Status als Headliner mit harten Gitarrenriffs und deutschen Vocals von Sänger Timothy Shaw.

Doch auch die Bands „Defy your dreams“, „Perception of Verity“ und „Dying from the Inside“ sorgten für ein durchweg erfolgreiches drittes „Springsane“-Festival.

Für das Metal-Festival, dessen Musik die komplette Bandbreite von Death-Core bis Metal-Core abdeckte, sorgten die Organisatoren sogar für ein hauseigenes Catering und boten frischgebackene Pizza am Spieß an. Damit schlossen die „Springsane“-Veranstalter an der Erfolgsreihe der letzten beiden Jahre an und sowohl Bands als auch Publikum zeigten sich begeistert.

Somit dürfte einer vierten Auflage des Festivals nichts im Wege stehen.