SILLENSTEDE - Das kann ja wieder heiter werden: Im neuen Schwank des Sillensteder Dorftheaters „Die Friesenspieler“ fahren die Frühlingsgefühle Achterbahn und Schwiegermütter und betrogene Ehefrauen mit ihren Schwiegersöhnen und Ehemännern Schlitten. Bildlich gesprochen.
In dem turbulenten Dreiakter „Veilchenduft im Omnibus“ aus der Feder von Erich Koch, geht es aber nicht nur um liebestolle ältere Herren, die noch mal wissen wollen, wie ihr Marktwert in der Damenwelt taxiert wird. Da ist Opa Otto (Alfons Birner), der sogar den Friedhof als Kontaktbörse entdeckt hat, weil dort so viele einsame Witwen anzutreffen sind. Oder Erwin (Gerd Thomßen), der nach seiner vorzeitig beendeten Kur, in der er es mit der eheliche Treue nicht so genau genommen hat, nun als Frau verkleidet bei seinem Freund Rolf (Jürgen Paul) untertauchen muss.
Dort muss sich Erwin alias Adele nicht nur gegen Rolfs rabiate Schwiegermutter behaupten, sondern muss sich auch Rolf vom üppig ausgepolsterten Leib halten, der nichts ahnend Gefallen an Adele gefunden hat. . .
Zum weiteren Gefühlschaos trägt auch Erwins Frau Emma (Gaby Lonkwitz) bei, die sich bei ihrem heimlichen Wellnessurlaub in einen gewissen Charles de la Pissoir (Klaus Minkner) verguckt hat. Dass der in Wahrheit ein gesuchter Heiratsschwindler ist, ahnt sie noch nicht.
Als ob das nicht schon genug Probleme auf einmal wären, taucht unerwartet auch noch eine von Opas Internetbekanntschaften auf und Emma gewinnt die mit einem schönen Preisgeld versehene Auszeichnung „Hausfrau des Jahres“. Da gilt es, der Reporterin schleunigst eine heile Familie vorzugaukeln. . .
Unter Regie von Martina Minkner proben die Friesenspieler unter Hochdruck und Lampenfieber der Premiere am 27. Februar entgegen. In weiteren Rollen sind Florian Ullrich, Kimberly Lonkwitz, Margrit Walter und Dagmar Freydank zu sehen.
Gezeigt wird das Stück wie immer im Sillensteder Hof.
