Hude - Sowas gibt’s nur in Hude: Fünf Künstler an einem Abend und das für fast umsonst. Der Huder Songschreiber Arndt Baeck ermöglichte vier jungen Musikern, im Vorprogramm vom schottischen Gitarristen und Sänger Simon Kempston aufzutreten. Diese Chance ließen sich vier Schüler von Klavierlehrer Josef Barnickel nicht entgehen und zeigten am Dienstagabend bei „Hude live“ in der Wassermühle stolzen Eltern und interessierten Besuchern ihr Können.

Den Anfang machte Angelina Siewert. Die Zehnjährige stellte ihr Talent mit Songs, wie „Red River Valley“ unter Beweis. Und auch Yara Delvalle konnte überzeugen. Sie spielte den „Holzschuhtanz“.

Anschließend enterte Ahlke Gall die Bühne. Die elfjährige Klavierschülerin stellte dem Publikum Elton Johns „Can you feel the love tonight?“ vor. Dann kam Cedric Galke. Der 14-jährige Huder präsentierte ein selbstkomponiertes Lied: „Una matilda“.

Pünktlich um 20 Uhr stand schließlich der Singer-Songwriter Simon Kempston auf der Bühne. Während seiner Premiere in Hude begeisterte der Schotte so sehr, dass es zeitweise so still in der Wassermühle war, dass wirklich nur die Töne der Gitarre zu hören waren.

Kempston beeindruckte schon mit den ersten Tönen, die er auf der Gitarre zupfte. Seine Hände flogen über den Gitarrenhals und erzeugten innerhalb weniger Sekunden so komplexe Melodien, dass der Zuhörer unweigerlich nach einer zweiten Gitarre Ausschau hielt.

Und wenn der aus der viertgrößten schottischen Stadt Dundee stammende Musiker anfängt zu singen, ist der Zuhörer einfach sprachlos, weil die Komplexität der Musikalität von Kempston so beeindruckt. Dabei schreibt der Schotte über Freundschaften und Liebe, Enttäuschungen und Hoffnung und darüber, „wie einsam ein Schotte in London sein kann“.

Musiker und Organisator waren am Dienstagabend zufrieden: „Das war wirklich klasse! Simon hat sich quasi richtig in Stimmung gesungen“, resümierte Arndt Baeck.