Hude - Die Skulpturen von Martine Andernach tragen Namen wie „Torso“, „Penelope“, „Windsbraut“ oder „Gladiator“. Sie sind aus Corten-Stahl und Granit, Bronze oder Edelstahl. Die Künstlerin, die in Mülheim-Kärlich und Paris lebt, zeigt jetzt erstmals so hoch im Norden ihre Skulpturen. Der nördlichste Ausstellungsort sei bislang Osnabrück gewesen, sagte die Künstlerin bei der Vernissage in der Galerie am Stall in Kirchkimmen.

„Die Kunst der Reduktion“ ist die Ausstellung überschrieben. Und das sagt schon viel aus über die Intentionen der renommierten Künstlerin, die auch zahlreiche Kunstwerke für den öffentlichen Raum geschaffen hat.

Martine Andernach ist ständig auf der Suche, die menschliche Figur noch weiter auf ein paar kubisch-geometrische Formen zu reduzieren. Es ist der „Drang zur Reduktion“ wie es der Bildhauer Herbert Blazejewicz in seinen einführenden Worten nannte. Im Vergleich von Werken Andernachs, die zwischen 1996 und 2013 entstanden sind, lasse sich eine deutliche, interessante Entwicklung in der Formensprache wahrnehmen.

Der Künstlerin gelingt es, mit ihren abstrahierten Kunstwerken trotzdem ein hohes Maß an Menschlichkeit zu transportieren, wie es Galerist Frank L. Giesen nennt. Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung von Barbara Hoffmann mit Cello-Musik unter freiem Himmel.

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude