• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Kultur

So gut ist der neue „Star Wars“-Film wirklich

17.12.2016

Oldenburg Erinnern Sie sich noch an das Ende von „Das Imperium schlägt zurück“, der 1980 erschienenen Fortsetzung vom „Krieg der Sterne“? Han Solo wurde in Carbonit eingefroren, die Rebellion hatte eine wichtige Schlacht verloren und Luke Skywalker seine Hand. Freuen konnten sich eigentlich nur Darth Vader und sein Imperator. Die dunkle Seite war stark in diesem Film, und das Böse verbuchte den Etappensieg.

Ein Happy End sieht anders aus – und trotzdem: Für viele Fans ist genau aus diesen Gründen „Das Imperium schlägt zurück“ noch immer der beste Teil der „Star Wars“-Reihe.

Hören Sie auch:Biermovie-Podcast zu „Star Wars: Das Erwachen der Macht“.

„Rogue One“, der neue Film aus dem „Star Wars“-Universum, hat sich an diesem Vorgänger ein gutes Beispiel genommen. Erzählt wird die Vorgeschichte von „Krieg der Sterne“, die die legendäre Schlacht um den ersten Todesstern erst möglich machte. Es geht um die Pläne dieser imperialen Massenvernichtungswaffe – und wie sie letztendlich in den Besitz der Rebellion gelangten.

In „Rogue One“ wird nicht nur für einen Disney-Film extrem viel gestorben. Und zwar ohne Rücksicht auf Verluste, Hauptfiguren und mögliche Fortsetzungen. Der Filmtod ist in dem neuen „Star Wars“ ähnlich gnadenlos gegenüber Darstellern und Zuschauern wie in der TV-Serie „Game of Thrones“.

Jeder weitere Satz zur Handlung von „Rogue One“ wäre zu viel verraten. Denn wer zu viel weiß, der beraubt sich schlicht und einfach der vollen emotionalen Wucht des dramatischen Finales.

Das Ableben mancher Charaktere ist umso tragischer, weil die neuen Figuren aus „Rogue One“ endlich den ursprünglichen Charme der Serie versprühen, den man bei der letzten Fortsetzung „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ so schmerzlich vermisste. Statt junger Kopien alter Helden und Schurken gibt es jetzt wieder originelle Typen mit Ecken, Kanten und ohne Lichtschwerter.

„Rogue One“ – Neue Helden statt alte Kamellen

Vom umprogrammierten imperialen Kriegsdroiden über die weibliche Heldin mit tragischer Kindheit bis zum blinden Amateur-Jedi, der auch aus einem Kung-Fu-Film der 70er-Jahre stammen könnte – in „Rogue One“ werden endlich wieder neue Geschichten kreiert und nicht alte Kamellen aufgewärmt. Für die vielen guten Darsteller eine dankenswerte Aufgabe.

Natürlich bietet auch der Film von Regisseur Gareth Edwards („Godzilla“) genug Nostalgie für den klassischen „Star Wars“-Fan. Allerdings in angenehm unauffälligen Dosen. Lediglich in einem Fall wurde dabei über das Ziel hinausgeschossen: Die Figur des Bösewichts Tarkin, der im „Krieg der Sterne“ vom 1994 verstorbenen britischen Darsteller Peter Cushing gespielt wurde, entstand komplett im Computer – und sieht leider aus wie eine Opa-Figur aus den Pixar-Animationsfilmen.

Aber das ist Jammern auf hohem Niveau, denn das Fazit in Sachen „Rogue One“ ist eindeutig: Das ist der beste neue „Star Wars“, der seit der ursprünglichen Trilogie gedreht wurde. Man darf sich also auf den zweiten Teil der angekündigten Anthologie freuen. Auch wenn es nicht unbedingt zu einem Wiedersehen mit neuen, liebgewonnen Helden aus „Rogue One“ kommen wird.

Denis Krick
Redaktionsleitung
Online-Redaktion
Tel:
0441 9988 2150

Weitere Nachrichten:

Nordwest-Zeitung

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.