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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Neues Buch „musik Und Medizin“: So heilsam ist Musik

30.10.2015

Oldenburg Die beiden Begriffe „Musik und Medizin“ scheinen zunächst völlig unterschiedlichen Welten anzugehören, sieht man von der traditionellen „Musiktherapie“ einmal ab. In ihrem neuen Buch wollen der Musikwissenschaftler Prof. Dr. Gunter Kreutz (Oldenburg) und sein Kollege Prof. Dr. Günther Bernatzky (Salzburg) zeigen, dass Musik in unserem Alltag einen positiven Beitrag zur Lebensqualität und Gesundheit leisten kann.

Es war ein langer Prozess, von der Idee bis zur Veröffentlichung des Buchs. „Das Schönste war, dass fast alle angefragten Autoren zugesagt haben, Beiträge zu liefern“, sagte Herr Prof. Kreutz im Gespräch mit NWZonline. In der Tat gibt es so viele aktuelle Studien über die gesundheitliche Wirkung von Musik, dass man von einer neuen Forschungsqualität in der wissenschaftlichen Diskussion sprechen kann.

Ausgangspunkt ist dabei immer der Mensch mit seinen musikalischen Bedürfnissen und Fähigkeiten. Denn „Musik ist eine Ressource, die vielfältige positive Wirkungen selbst bei Personen entfalten kann, die sich selbst für vollkommen unmusikalisch halten“, so meint der Oldenburger Musikwissenschaftler.

Welche Perspektiven eröffnen musikalische Angebote bei psychischen und körperlichen Erkrankungen, beispielsweise einer Depression oder einem Hirntrauma? Verbessert Musik die Chancen auf Heilung – und falls ja, in welcher Weise? Solche Fragen werden in dem Buch auf ihre wissenschaftlichen Grundlagen hin überprüft und beantwortet. Im Kern lässt sich feststellen: Musik fördert bei vielen Krankheiten die Genesung und hilft bei der Rückkehr ins alltägliche Leben.

Darüber hinaus zeigen die Autoren, welche Möglichkeiten die Musik bei der Bewältigung des demografischen Wandels, der Inklusion von Menschen mit Behinderungen sowie der Integration von Menschen aus anderen Kulturkreisen bietet. Die weitreichende Wirkung von Tönen und Noten zeigt sich schon im Kindesalter. Die Forschungen weisen beispielsweise nach, dass regelmäßiges Musizieren die Sprachfähigkeit und das Gedächtnis fördert.

Dass Musik Kinder schlau mache, stellt Prof. Kreutz - ungeachtet anderer wissenschaftlicher Meinungen - allerdings infrage. Eltern sollten also keinesfalls Druck auf ihre Kinder ausüben, wenn diese keine Lust zum Musizieren haben. „Talent und Motivation sind eben unterschiedlich, das darf man nicht vernachlässigen.“

Das Buch spannt einen weiten Bogen und spricht damit nicht nur Musiker und Mediziner an. Als Leser wünschen sich die Autoren auch die Patienten selbst und ihre Angehörigen. Ob Live-Musik in Altenheimen, Singangebote für Lungenkranke oder Musiktherapie für Schlaganfallpatienten - die Kernbotschaft lautet: Musik hilft.

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