Garrel - Im Gestüt Wendeln in Garrel kündigt sich ein Generationswechsel an. Paul Wendeln, einer der erfolgreichsten Oldenburger Züchter, reicht seine Springpferdezucht an seinen Sohn Peter weiter. „Ich bin sehr froh, dass Peter in die Pferdezucht einsteigen möchte, nachdem er ja bereits seit geraumer Zeit unseren Springstall managt“, sagte Paul Wendeln.

Der 83-jährige Unternehmer, dessen Herzblut seit Kindesbeinen an den Pferden hängt und der mit den beiden von ihm gepflegten Stutenstämmen der Cinderella und der Juliane III herausragende Erfolge feiern konnte, wird sich selbst in Zukunft auf seine Dressurpferdezucht konzentrieren.

„Pferde gehörten zwar zu unserem Leben, und ich bin auch früher geritten, aber mich hat mehr das Fußballspielen begeistert“, erklärt Peter Wendeln. Später habe ihm durch Beruf und Familie schlicht die Zeit gefehlt. In den vergangenen fast 14 Jahren hat der 50-Jährige sehr erfolgreich das Bäckerei-Unternehmen Wback mit zwei Produktionsstandorten quasi auf der grünen Wiese aufgebaut. An Wback ist Peter Wendeln noch beteiligt und mit dem neuen Hauptgesellschafter beratend verbunden, hat jetzt aber mehr Zeit für anderes.

„Nun möchte ich gerne das züchterische Werk meines Vaters fortsetzen. Wer hat schon die Möglichkeit, als Newcomer mit solch einer Stutenbasis zu starten.“ Selbstverständlich hole er sich bei den Anpaarungsüberlegungen Rat bei seinem Vater.

Die Zuchtstuten und Jungpferde verbleiben im Gestüt Wendeln in Garrel, das für den in Oldenburg wohnenden Peter Wendeln bequem zu erreichen ist. Auch personell soll sich nichts ändern. Einzig Friedrich „Fitti“ Hagedorn will altersgemäß seinen wohlverdienten Ruhestand antreten, wird seinem Nachfolger als Gestütsleiter, Gerd Gerdes, aber auch in Zukunft mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Paul Wendeln ist jedenfalls mit seiner Frau Hilde, die ihn stets zu allen Zuchtveranstaltungen begleitet hat und seine Begeisterung für Pferde teilt, sehr glücklich, seine Zucht nun in den Händen seines Sohnes Peter zu wissen: „Schön, dass die Zucht in der Familie bleibt.“