Bregenz - Die Bregenzer Festspiele wollen bei ihrer 69. Auflage vom 23. Juli bis zum 25. August unter dem Motto „Wien Zartbitter“ einen Besucherrekord aufstellen. Die Seebühne biete für 29 Aufführungen der „Zauberflöte“ mit fast 200 000 so viele Karten an wie noch nie, sagte Festspiel-Präsident Hans-Peter Metzler am Montag in Wien.

Neben der Wiederauflage der Mozartoper (Premiere 24. Juli) steht eine Uraufführung auf dem Programm (Premiere 23. Juli). Der österreichische Komponist Heinz Karl Gruber hat Ödön von Horváths bitterböse Gesellschaftssatire „Geschichten aus dem Wiener Wald“ über die Verlogenheit des Kleinbürgertums vertont.

„Das Stück zeigt die Doppelgesichtigkeit Wiens. Vergnügen, Freude Leichtigkeit, aber auch die Unterseite des Seins“, sagte Intendant David Pountney, der die Seebühne im Sommer nach zehn Jahren verlässt. Das Libretto stammt von Regisseur Michael Sturminger. Die Festspiele stehen nach den Worten von Metzler finanziell „sehr solide da“. Sie haben ein Budget von 20 Millionen Euro, davon sind 5,7 Millionen Euro Subventionen.