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Aktualisiert vor 39 Minuten.

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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Solo für einen Eigenwilligen

13.05.2013

Bremen „Das Konzert beginnt pünktlich“ steht auf der Eintrittskarte. Und so ist es auch. Kurz nach 20 Uhr betritt Mark Knopfler am Sonnabend die Bühne der ÖVB-Arena in Bremen. Völlig unspektakulär, als hätte man ihn von seiner Couch gezerrt und unvermittelt auf die Bühne geschubst.

Keine Videoleinwände, keine Bombast-Show. Er beginnt mit einem sanft treibenden „What It Is“ – unterstützt von einer unaufdringlichen Licht-Show. Sofort wird klar: Hier steht heute die Musik im Zentrum. So erzeugt Knopfler fast schon eine intime Atmosphäre.

„Hallo Bremen, schön wieder hier zu sein. Wenn wir zu lange spielen, dann sagt es! Denn wir werden heute ziemlich lang für euch spielen“, so Knopfler. Und nein, er ist kein großer Redner, keine Rampensau – er ist eben Musiker. Vollblutmusiker. Letztlich dauert das Konzert exakt zwei Stunden. Ob das nun so lange ist wie angekündigt? Geschenkt: Schließlich sind alle gekommen, um einen der größten Gitarrenspieler live zu erleben. Und sie wurden nicht enttäuscht.

Mark Knopfler verkaufte mit seiner Band Dire Straits in den 1980er- und 1990er-Jahren 120 Millionen Platten. 1995 legte er die Band auf Eis – zu viel Stress und Starrummel. Seither verfolgt er seine Visionen auf Solo-Pfaden. Den Wunsch, seine Mega-Band zu reanimieren hat der Mega-Gitarrist anscheinend nicht. Wozu auch – schließlich läuft es für den 63-jährigen Briten auch Solo hervorragend. So kamen am Sonnabend fast 10 000 Besucher.

Seinem Publikum präsentierte Knopfler eine eigenwillige Mischung aus Country, Blues, Americana, Bluegrass. Das Ganze gepaart mit dem glasklaren Knopfler-Gitarrensound und dem samtig, nuscheligen Knopfler-Gesang. Sein aktuelles Doppelalbum „Privateering“ bildete den musikalischen Anker des Abends.

Sieben Musiker legen ihm den roten Teppich aus, auf dem Knopfler sich dann mit seinen ausufernden Soli profilieren kann. Und manchmal revanchiert er sich dafür – das sind die starken Momente des Abends: „Marbletown“ gipfelt in einem Zwiegespräch zwischen Kontrabass und Geige, das Knopfler fast schon andächtig bestaunt.

Doch dann schnallt sich der Meister wieder seine E-Gitarre um und zeigt klipp und klar, dass er und sein Gitarrenspiel die musikalische Sensation des Abends sind. Zu Recht. Höhepunkt: „Gator Blood“, ein Blues-Song, den Knopfler durch ein eher untypisches, aber dafür auch überraschendes Solo adelt.

Das Publikum liebt diese Momente, feiert Knopfler nach jedem Song. Der Jubel wird lauter, je älter der dargebotene Song ist. Sprich: Wenn er aus der Dire-Straits-Ära stammt. Und so erntet Knopfler wahre Begeisterungsstürme: Weit über 30 Jahre hat „Sultans of Swing“ auf dem Buckel und immer noch reißt das Gitarrensolo von den Sitzen.

Auch das zwölfminütige „Telegraph Road“ hat nichts von seiner Virtuosität verloren und das locker groovige „Far Away“, das Knopfler als Zugabe anstimmt, animiert dann doch noch zum Tanzen.

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