Oldenburg - Was Sonnenenergie mit SMS-Schreiben zu tun hat, haben die Viertklässler der Grundschule Achtermeer am Donnerstag im Solarpark auf dem Fliegerhorst erfahren: Mit zwei Lehrerinnen, Vertretern der Universität Oldenburg und des Betreibers gingen die Kinder auf eine spannende Exkursion.
Eingebettet in praktische Übungen erzählte Sarah Hoffmeister den kleinen Besuchern, wie „mit der Sonne das Handy aufgeladen wird“. Als Lehramtsstudentin schreibt sie zu diesem Thema ihre Masterarbeit. Die Nachwuchsforscher durften dabei in die Rolle der Sonne, eines Solarmoduls, des Energieversorgers oder eines Handys schlüpfen. „Was ist, wenn die Sonne mal nicht so doll scheint?“, wollte Sarah Hoffmeister von ihnen wissen. „Dann werden die Solarmodule nicht so viel Energie tanken können“, schätzten die Grundschüler. Julia Wulf, Lehrerin im Sachunterricht, die mit ihren Schülern gern umwelt- und energiebezogenen Unterricht macht, sagte: „Ich bin froh, dass es in Oldenburg diesen Solarpark gibt, man kann da mal kurz hinfahren und alles praktisch erleben.“ Das wäre besser, als bloß Filme zu zeigen.
Die Kinder bewegten sich einzeln oder in Gruppen zwischen dem Meer an Solarmodulen und durften alles anfassen. Jarig (10) weiß, „dass dunkle Flächen mehr Sonne aufnehmen können, als weiße Flächen“. Und Barbara (10) hat gelernt, dass die silbernen Fäden auf den Solarmodulen die Energie weiterleiten. „Im Solarpark haben wir ein handlungsaktives Konzept entwickelt, das die Gegebenheiten des Ortes mit einem spielerischen Ansatz für Grundschüler verbindet“, sagte Dr. Verena Niesel vom Didaktischen Zentrum der Universität Oldenburg. Tom-Leon (10) war ganz begeistert von der Unterrichtsform. „Es macht Spaß, hier draußen zu sein und ich habe viel dazugelernt“, sagte er. Und Emelie (10) freute sich: „Ganz toll, mal den Weg der Energie von Beginn an bis zum Ende zu verfolgen. Vieles wusste ich vorher nicht“, ergänzte sie noch. Der Besuch von außerschulischen Lernorten rege die Kinder zum Forschen und Entdecken an und fördere das selbstständige Lernen, weiß Dr. Ines Oldenburg von der Universität. Sie und Niesel betreuen die Arbeit von Studentin Sarah Hoffmeister.
„Die Möglichkeit, die erneuerbare Energie zu nutzen, sollte den Kindern schon in einem sehr frühen Stadium nähergebracht werden, um sie für das Thema sensibel zu machen“, sagte Tanja Schur von der IFE-Eriksen AG, der Betreiberin des Solarparks.
