Jeddeloh I - Volkslieder, Evergreens, traditionelle Spirituals und einiges mehr gab es am Sonntag beim diesjährigen Bundessängerfest des Gemeindesängerbundes Edewecht zu hören und zu genießen. Als Gastgeber hatte dieses Mal der Singvereins Jeddeloh I zu dem Gesangsvergnügen in die Turnhalle der Grundschule Jeddeloh I eingeladen. Es war die 109. Auflage des Sängerfestes.
Trotz dieser langen Geschichte gab es auch nachdenkliche Töne: „2006 waren es noch zwölf Chöre beim Bundessängerfest dabei, heute sind es nur noch neun teilnehmende Gesangsvereine“, stellte der 1. Vorsitzende des Singvereins Jeddeloh I, Manfred Rohlfs, mit Bedauern fest. „Auch wir sind leider geschrumpft, sind aber im Vergleich mit anderen Ammerländer Gemeinden noch sangesfreudig.“ Im deutlich größeren Bad Zwischenahn etwa hatten jüngst fünf Chöre am Gemeindesängerfest teilgenommen.
Der stellvertretende Bundesliedervater der Gemeinde Edewecht, Manfred Jacobs, verwies in seinen Grußworten darauf, dass in drei Wochen ein Nachfolger für den im vergangenen Jahr unerwartet verstorbenen Liedervater Manfred Lüers gewählt werden soll. „Hoffentlich können wir dann im nächsten Jahr wieder einen Bundesliedervater präsentieren. Ohne Bundesliedervater gibt es auch kein Bundessängerfest. Diese Tradition sollte aber fortgesetzt werden, solange es möglich ist.“
Auch der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Edewecht, Dr. Hans Fittje, hofft darauf, dass die Gesangsvereine und deren jährliches gemeinsame Fest erhalten bleiben. „Es betrübt mich, wenn man sieht, dass der Nachwuchs fehlt und das Bundessängerfest zukünftig vielleicht nicht mehr durchgeführt wird. Musik zu lieben ist etwas ganz Tolles. Dadurch werden Stimmungen erzeugt, positive oder auch nachdenkliche“, führte er aus. „Musik verbindet uns alle, prägt den Charakter und macht den Menschen aus.“
Den Gästen in der gut gefüllten Turnhalle gefiel „das kleine Dorffest“ (Manfred Rohlfs). Bereits beim dritten musikalischen Vortrag wurden Passagen mit rhythmischem Klatschen begleitet. Das gute Wetter ließ es zudem zu, dass die Gesangsbeiträge auch im Innenhof der Schule genossen werden konnte.
