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Soziales Interesse ist stark abgeflaut

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BOCKHORN - Mit großem Engagement hatten Eltern und Erzieherinnen des evangelischen Kindergartens in Bockhorn in den zurückliegenden Monaten dafür geworben, eine Ganztagsbetreuung für Kinder zu schaffen (die

NWZ

  berichtete). Wie die Verwaltung jetzt im Jugend-, Kultur-, Sport und Sozialausschuss mitteilte, ist das Interesse bislang nicht ausreichend.

Zehn Kinder müssen dafür angemeldet werden, das ist laut Bürgermeister Ewald Spiekermann per Landesverordnung vorgeschrieben. Einer Umfrage zufolge hätten aber nur sechs Eltern Interesse für die Ganztagsbetreuung angegeben. Spiekermann: „Es ist ja im vergangenen Jahr richtig euphorisch hergegangen. Erst hieß es, 14 Kinder seien dabei. Die Realität sieht aber anders aus. Wir können diese Einrichtung nicht schaffen, bevor wir genau wissen, wie viele Kinder angemeldet werden. Immerhin geht es auch um zusätzliche Kosten für die Kommune, da die evangelische Kirchengemeinde erklärt hat, keine weiteren Kosten für Betreuungsstunden zu übernehmen.“

Grundsätzlich stehe die Verwaltung der Ganztagsbetreuung positiv gegenüber: „Es wäre gut für Alleinerziehende und andere Berufstätige, zu wissen, dass sie ihre Kinder in der Gemeinde Bockhorn vernünftig unterbringen können. Der Trend geht dahin, die Ganztagsbetreuung in Kindergärten wird kommen“, erklärte der Bürgermeister.

Allerdings sei auch gesetzlich vorgeschrieben, dass sich die Eltern für ein Jahr verpflichten müssen, ihre Kinder ganztags betreuen zu lassen. Spiekermann: „Das ist für viele Eltern eine finanzielle Frage.“ Die Vorsitzende des Ausschusses, Heinke Sieckmann (CDU), fügte hinzu: „Die Verbindlichkeit muss den Eltern klar sein. Das kann nicht flexibel geregelt werden.“

Der Bedarf für Ganztags-Plätze wird weiterhin überprüft, 2011/2012 könnten eventuell zehn Kinder aufgenommen werden. Der Ausschuss wird sich dann wieder damit beschäftigen.

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