Berlin/München - Im Streit um den Münchner Kunstfund zeichnet sich ein erster konkreter Fortschritt ab. Der Kunsthändlersohn Cornelius Gurlitt (80) soll möglichst bald viele seiner von der Staatsanwaltschaft Augsburg beschlagnahmten Bilder zurückbekommen. „Es werden wohl circa 310 Gemälde sein, die zweifelsfrei Eigentum des Beschuldigten sind“, sagte Oberstaatsanwalt Reinhard Nemetz der „Süddeutschen Zeitung“. Die Überprüfung der Werke soll spätestens kommende Woche abgeschlossen sein.
Wie die Übergabe dann praktisch ablaufen soll und wo Gurlitt seine Bilder künftig lagern könnte, ist offen. Dazu war die Staatsanwaltschaft am Donnerstag nicht zu erreichen.
Der Zentralrat der Juden in Deutschland kritisierte die geplante Rückgabe als „Schnellschuss“. Die Sache besitze auch eine „moralische und historische Dimension“.
