Moorhausen - Vor etwa drei Jahren wagten 13 deutsche Landfrauen eine spannende und unvergessliche Reise in eine fremde Kultur – sie durchstreiften an dreizehn Tagen 2200 Kilometer mit dem Bus den Iran, das frühere Persien.
Wie diese Tour verlief und wie die Gruppe den heutigen Iran, die historischen Stätten des alten Persiens, die Wüsten, Millionenstädte, die Menschen und den allgegenwärtigen Islam erlebte, verriet Maren Meyer, Landfrau aus Streek (Gemeinde Hatten), den Altenhuntorfer Landfrauen in der Moorhauser Deichschäferei mit ihrem Lichtbildervortrag „Landfrauen entdecken den Orient“.
Auch vor drei Jahren, als das Wirtschaftsembargo das Leben der Iraner noch stark einschränkte, sei die Hoffnung auf das Ende des Embargos überall greifbar gewesen, berichtete Meyer.
Die Tour führte die deutschen Frauen von Shiraz in das historische Persepolis, dann über Kashan und Isfahan zur Hauptstadt Teheran. „Die jungen Iraner sind begierig darauf, sich mit Touristen aus den westlichen Ländern auszutauschen“, hat Maren Meyer erfahren, „vor allem die jungen und gut ausgebildeten Studentinnen der juristischen Fakultät in Shiraz suchten ganz intensiv den Kontakt zu uns und versicherten uns, dass der Iran auf keinen Fall so sei, wie er im westlichen Fernsehen gezeigt würde“.
Dennoch: den Iran ohne den unverzichtbaren Hijab, das Kopftuch, zu bereisen, sollten westliche Frauen nicht in Erwägung ziehen, auch die Arme sollten stets bedeckt sein, kurze Hosen oder Röcke sind ein No-Go in dieser Kultur und über alles wacht die Sittenpolizei. Aber auch für die iranischen Frauen ändern sich die Zeiten, oftmals würden die Kleiderordnung und Schminkkünste bis an ihre Grenzen ausgetestet, sagte Meyer.
Die 1,5 Millionenstadt Shiraz war für die deutschen Besucher ein einzigartiges Erlebnis. Die Stadt, der „Garten des Iran“, beeindruckte mit ihren Moscheen, der Lehmputzarchitektur, dem Rosengarten, der Zand-Zitadelle des Karim Khan und dem Denkmal des persischen Dichters Hafis, der sogar Goethes Dichtkunst inspirierte. 50 Kilometer nordöstlich von Shiraz besichtigten die Frauen das Glanzstück altpersischer Kultur: Persepolis, gegründet 520 vor Christus von König Dareios I. Persepolis wurde 330 vor Christus von Alexander dem Großen niedergebrannt und wurde zu einem wichtigen Ziel europäischer Archäologen.
Von der iranischen Küche waren die deutschen Frauen begeistert, es gab viele frische Salate, Joghurtsaucen, Geflügel, Rindfleisch und sogar Fisch, alles exotisch gewürzt.
