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NWZonline.de Nachrichten Kultur

VERANSTALTUNG: Spaß mit Angie und Münte

30.09.2009

DELMENHORST Den ersten Seitenhieb gab es bereits, als die „Intensiv-Station“ am Montagabend noch gar nicht auf Sendung war. Und mit Politik hatte er auch nicht viel zu tun. Da sitzt Kabarettist Jochen Malmsheimer in der ersten Reihe des Theaters Kleines Haus in Delmenhorst und meint mit spitzer Zunge zu einem Kollegen: „Wie charmant die das Licht ausgemacht haben. Da sitzt ein Könner dran. Die haben wohl öfter Veranstaltungen hier.“

Das Licht aus

Ganz unrecht hat Malmsheimer wohl nicht: Das „Intensiv-Station“-Show-Orchester stimmt auf der Bühne schon mit jazzigen Klängen auf den Abend ein, als der Lichttechniker einfach den Schalter für die Saalbeleuchtung umlegt. Aber wir sind ja beim Radio, und Lichteffekte hört man bekanntlich nicht.

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Die Stimme freilich schon, und auf die kommt es an diesem Abend ja auch an. Nur einen Tag nach der Bundestagswahl gastierte die „Intensiv-Station“, die satirische Radiosendung von NDR Info, am Montagabend in Delmenhorst. Mit einem Dutzend Akteuren und vielen Dutzend Stimmen.

Nehmen wir zum Beispiel Elmar Brandt. Der Mittdreißiger mit dem Milchbubengesicht steht auf der Bühne und schaut in den voll besetzten Saal. Und schon geht’s los: Im einen Moment spricht er wie Edmund Stoiber, dann wie Joschka Fischer und Guido Westerwelle, und im nächsten Moment imitiert er Gerhard Schröder. Es ist wohl noch immer seine Paraderolle, die ihn in der rot-grünen Legislaturperiode mit seiner Gerd-Show ja auch erst bekannt gemacht hat. Das ist lange her, aber der „Gerd“ ist auch heute immer noch für ein paar Lacher gut.

„Angie“ aber auch. Die „Kanzlerin aller Deutschen“ wird gesprochen von Maria Grund-Scholer und reagiert auf Frank-Walter Steinmeiers (Elmar Brandt) Eingeständnis, das schlechteste Wahlergebnis seit 1949 eingefahren zu haben, unbekümmert: „Ich auch, aber ich kann damit regieren.“ Das sieht „Münte“ (ebenfalls Brandt) anders: „Wir haben Frau Merkel und den anderen 23 Prozent weggenommen.“

Tigerenten-Koalition

Und Alfons, der „Verstehen Sie Spaß?“-Reporter mit französischem Akzent und Puschel-Mikrofon, das er dieses Mal allerdings zu Hause gelassen hat, sieht im Duo Westerwelle und Merkel „die weibliche Eleganz auf der einen und Angela Merkel auf der anderen Seite“.

Derweil gratuliert Moderator Axel Naumer Herrn Westerwelle zur „Tigerenten-Koalition“ und freut sich in Delmenhorst über das beste Applausergebnis seit 1949.

Der Beifall ist wohl am lautesten, als die Kabarettisten live ein Hörspiel sprechen, das direkt nach Delmenhorst führt. Und auch da geht es wieder um die Stimme: Sängerin Sarah Connor soll sich im Wasserturm versteckt halten, um nicht in Afghanistan auftreten zu müssen. Die Stimmen hallen wunderbar authentisch durch das Kleine Haus, man stellt sich vor, wie dunkel es im Wasserturm sein muss. Wer da wohl den Lichtschalter umgelegt hat?

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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