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NWZonline.de Nachrichten Kultur

FERNSEHEN: Spaß mit optimistischen Wichteln

19.05.2008

MAINZ /BAD ZWISCHENAHN Es begann so: Der Mainzer Galerist Rolf Weber stolperte beim Lesen eines Zeitungsartikels über die Schlagzeile: „Was macht eigentlich Wolf Gerlach?“

In dem Artikel wird über das Lebenswerk des Vaters der Mainzelmännchen und über bundesweite Ausstellungsstationen seines künstlerischen Schaffens berichtet. Zu lesen ist da auch das Zitat Gerlachs: „In Mainz war ich leider noch nicht. Ich hoffe, das klappt noch irgendwann, vielleicht zu meinem 80. Geburtstag.“

Gerlachs Wunsch wurde Wirklichkeit, dank des Engagements des Galeristen tummeln sich auf über 60 Exponaten die sechs kugelköpfigen Wichtel, nebst Gemälden und Bühnenbildentwürfen des Künstlers nun in der Galerie Mainzer Kunst. Angesteckt von Webers Mainzelmännchenbegeisterung verlieh Oberbürgermeister Jens Beutel dem sympathischen Künstler auch noch die Gutenbergbüste, als Anerkennung für sein Lebenswerk und seinen Beitrag für „die positive Imagepflege der Stadt Mainz.“

Zurück ins Jahr 1963. Am 2. April stießen die Mainzelmännchen erstmals ihr „Guuh’n Aahmd“ hervor, Off-Stimme: der Schöpfer der Gnome persönlich. Damals waren sie noch namenlos und kamen in Schwarzweiß daher, jene Fantasiefiguren Gerlachs, die seit der Kindheit in seinem Kopf herumspukten.

„Ich hatte als Kind den Traum vom Gnom unter der Schulbank, der mir vorsagt“, verrät er. Vom Kopf aufs Papier sprangen sie 1962 in Berlin, herausgelockt durch die Vorbereitungen zum Sendestart des ZDF. Da hörte der Filmarchitekt, Bühnen- und Kostümbildner erstmals den Spitznamen Mainzelmännchen für die fleißigen Mitarbeiter des Zweiten Deutschen Fernsehens.

Gerlach stellte dem damaligen Intendanten Karl Holzamer die kugelköpfigen Wichtel vor. So begann das Leben der knuddeligen Trickfiguren auf dem Bildschirm. 45 Jahre faszinieren sie nun schon die Zuschauer. „Sie bieten Freude, Entspannung, Überraschung und Realitätsentlastung“ bestätigt ihnen ein Konzeptpapier des ZDF-Werbefernsehens von 1989.

Längst zu kleinen Individualisten erhoben, begeistern der faule Anton, der mutige Bert, der kleine Conni, der schlaue Det, der schelmische Edi und das sportliche Fritzchen ihre Fans und dienen so manchem als Identifikationsfigur für eigene Attribute. So findet auch Oberbürgermeister Beutel sich in Det wieder.

Gerlach freut es. Er genießt den Erfolg in seinem Haus in Bad Zwischenahn, auch wenn er heute nur noch Beobachter des Mainzelmännchen-Phänomens ist. Sie transportieren in seinen Augen Optimismus und positive Lebenseinstellung.

20 Jahre lang hat er die Werbeunterbrecherspots alleine erfunden, bis ein Animationsteam seine Arbeit unterstützte. Jetzt hat er Zeit für sein Leben als Maler. Expressive Landschaften sind das Thema. Aber der Blick bleibt auf den Zeichnungen der goldigen Männerrunde und den in Tusche, Tempera und Aquarell gefertigten Szenarien haften.

Sind sie doch herzallerliebst, diese dauerhaften Geschöpfe in der schnelllebigen Fernsehlandschaft, deren kindchenschemahafte Anmutung, Erwachsene und Kinder gleichermaßen berührt. Die Mainzelmännchen sind Kult.

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