Hude - Während sich am Sonntag draußen die Herbstsonne von ihrer schönsten Seite zeigt, wird drinnen fleißig gewerkelt. Der Eingangsbereich und das Forum der Peter-Ustinov-Schule sind kaum noch wiederzuerkennen. Erwachsene und Kinder packen es gemeinsam an, um die Räumlichkeiten der Schule in eine beeindruckende Fantasie- und Märchenwelt zu verwandeln. Am kommenden Sonnabend und Sonntag, 31. Oktober und 1. November, finden hier die 11. Huder Fantasie- und Märchentage statt.
Hudefix feiert Geburtstag
Für viele Familien ist diese Veranstaltung schon fest eingeplant im Terminkalender. Um die 400 bis 500 Kinder im Alter bis zu 13 Jahren, begleitet von Eltern oder Großeltern, tummeln sich jedes Jahr bei diesen besonderen Ereignis in Hude und freuen sich mit dem Bücherwurm Hudefix auf das jährlich wechselnde Programm.
Der Huder Peter Schlöndorff ist nicht nur der Erfinder der Fantasie- und Märchentage, sondern hat auch dem Bücherwurm Hudefix leben eingehaucht. Und dieses rote Maskottchen wünscht sich jedes Jahr zu seinem Geburtstag eine neue Fantasiereise. Dieses Mal ist es die Welt der Märchen.
Peter Schlöndorff ist immer noch dabei, er hat sich mittlerweile – nach zehn Jahren – aber aus der ersten Reihe zurückgezogen, nachdem sich Menschen fanden, die die aufwendige Organisation ehrenamtlich übernehmen. So gibt es jetzt das Team Huder Märchentage mit Stephan Kürten und Thomas Gerken an der Spitze. Die Vereinsgründung ist gerade erst erfolgt.
Die 11. Fantasie- und Märchentage werden von der Touristik-Palette Hude als Veranstalter in Zusammenarbeit mit dem Team vorbereitet.
„Wir sind so um die 30 Erwachsene und Kinder“, freut sich Stephan Kürten über viele helfende Hände. Und die sind bei der aufwendigen Gestaltung auch dringend notwendig. Das ganze Jahr über wird gebastelt und gestrichen.
Die liebevolle Dekoration verfehlt ihre Wirkung nicht. „Die Kinder fühlen sich wie in einer anderen Welt“, sagt Kürten. Eine Welt, in der das Fernsehen oder der PC keine Rolle spielen, sondern spannende Geschichten aus uralten Märchen.
Die Ideen zur Gestaltung der diesjährigen Märchentage steuerten dabei erstmals fast ausschließlich Kinder bei. Lea Sophie Kürten (10), Lea Sophie Eiselt (10), Sina Hagemann (8) und Lena Hagemann (10) haben in den vergangenen Jahren ihre Eltern, die schon seit Jahren die Märchentage mit vorbereiten, immer begleitet. Und dieses Mal durften sie ihre eigenen Ideen einbringen, die sie dann gemeinsam mit den Erwachsenen umsetzten. „Von Kindern für Kinder“ so die Devise.
Aktionen zum Mitmachen
Nicht nur schauen, sondern aktiv mitmachen können die kleinen Besucher beim märchenhaften Spielparcours. Sie können Rapunzel retten beim Spiel mit Bällen. Sie helfen Aschenputtel oder zeigen dem gestiefelten Kater, dass sie genau so clever sind wie er. Sie befreien Hänsel und Gretel. Und am Ende winken nach mutiger Kletterei auf der Strickleiter bei Frau Holle ein paar „Sterntaler“.
