Cloppenburg - Mehr als 100 Gäste haben am Freitagabend den plattdeutschen Abend des Heimatvereins Cloppenburg besucht – viele verließen die Veranstaltung enttäuscht, weil sie mehr plattdeutsche Geschichten und Döntjes erwartet hatten. Stattdessen bestritten einen Großteil des Abends die „Spassmakers“ aus Norden. Die drei Männer sprangen durch den Dorfkrug und sangen in bunten und skurrilen Kostümen. Sie wollten mit ihrer plattdeutschen Hitparade für Stimmung sorgen, die Lieder passten aber besser zu einer Karnevalsveranstaltung.
Heimatgedichte und Geschichten des Cloppenburgers Dr. Hubert Burwinkel bildeten den Auftakt. Dr. Karin Klaushenke war es vorbehalten, die Texte vorzutragen. Burwinkel hatte immer eine enge Verbundenheit zur Landschaft und Region. Dies spiegelte sich auch in den Gedichten wider. Doch auch das typische Plattdeutsche war in Burwinkels Erzählungen zu finden.
Die Geschichte des Nachtwächters, der auf Kosten der Stadt Cloppenburg ein Gebiss erhalten hatte, und trotzdem das Blasen des Hornes vergaß, sorgte für großes Gelächter. Der Zahnarzt hatte ihm empfohlen, die Zähne nachts ins Wasser zu legen.
Saterfriesisch servierte anschließend Margarete Grosser aus Ramsloh. Nur wenige der Besucher konnten etwas verstehen, so dass Interims-Vorsitzender Bernd Tabeling oder Grosser selbst immer wieder übersetzen mussten. „Immer weniger Leute verstehen Saterfriesisch“, so Grosser. Für sie ist es ein besonderes Anliegen, sich dieser Sprache zu widmen. Allein 13 Bücher hat sie mittlerweile in die saterfriesische Sprache übersetzt: als letztes die Geschichte vom Fischer und seine Frau.
