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Jubiläum Spektakel vor märchenhafter Kulisse

Grossensiel - Was für ein Fest! Die Nordenhamer Sportboothafengemeinschaft (NSG) hatte nicht zu viel versprochen. Ein Spektakel sollte die dreitägige Veranstaltung zum 30-jährigen Bestehen des Großensieler Sportboothafens werden. Und ein Spektakel war es auch. Mehrere Tausend Besucher strömten an den drei Festtagen zum Außendeichgelände. Allein am Sonnabendabend, als die Queen Kings abrockten, dürften es mehr als 2000 gewesen sein. „Damit hatten wir nicht gerechnet. Wir sind überrannt worden“, stellte der NSG-Vorsitzende Stefan Schreiber fest.

Dabei waren die Vorzeichen alles andere als günstig. Ein hohes Gewitterrisiko war für das Wochenende vorausgesagt worden. Und als das Hafenspektakel am Freitag mit einem Open-Air-Kino begann, gab es tatsächlich einen kräftigen Schauer. Es schüttere wie aus Eimern. Der Film „Fluch der Karibik“ musste für eine Viertelstunde unterbrochen werden. Aber anschließend konnte Johnny Depp in der Rolle des Käpt’n Sparrow weiter die Klingen kreuzen. Schon am Freitag kamen rund 700 Gäste zum Kinofilm und zur anschließenden Piratenparty. Einige von ihnen hatten sich dem Anlass entsprechend als Freibeuter verkleidet.

Besucher an Bord

Am Sonnabend regnete es gelegentlich. Aber im Großen und Ganzen waren die Bedingungen für das Hafenspektakel hervorragend. Im Hafenbecken war kaum noch ein Fleckchen Wasser zu erkennen. Viele auswärtige Skipper schipperten mit ihren Booten zum Jubiläumsfest. „So voll war der Hafen in den vergangenen 30 Jahren nicht“, sagte der stellvertretende NSG-Vorsitzende Wolfgang Sobel. Ein herrliches Bild: Wimpel und Fahnen flatterten in der leichten Brise. Viele Skipper hatten zum Open Ship eingeladen. Einer von ihnen war Wolfgang Fürst, der seit 25 Jahren segelt. Das Faszinierende an diesem Hobby? „Die Ruhe und die Entspannung.“ Zusammen mit seiner Frau Gina lud er Besucher auf sein Boot ein. Enkel Jannis Hansel hatte dabei ebenfalls seinen Spaß.

Am Nachmittag schauten sich mehrere Hundert Besucher im Sportboothafen um. Die Kinder amüsierten sich bei einem Piraten-Spieleparcours. Einige Wagemutige sausten mit dem Highspeed-Boot der Rib-Piraten über die Weser. Im Mittelpunkt standen aber die Präsentationen der Vereine, die sich den Sportboothafen teilen. Die Besucher bekamen hochinteressante Einblicke in die verschiedenen Facetten des Wassersports. Die Wilhelmine Wiese, Seenotrettungskreuzer des Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, steuerte den Hafen an und ließ Besucher an Bord. Rettungsschimmer der DLRG zeigten ihr Können. Die Johanniter demonstrierten unter anderem die Herz-Lungen-Wiederbelebung. An Imbiss- und Getränkeständen konnten sich die Besucher stärken. Das Technische Hilfswerk Nordenham regelte den Verkehr und wies den Gästen Parkplätze zu.

Und Musik gab’s auch. Am Nachmittag rockten die Madheads aus Nordenham. Am Abend stimmten die Gruppe The Mental Blank, ebenfalls eine erstklassige lokale Nachwuchsband, auf die Queen Kings ein. Und die heizten den Besuchern bei herrlichen Spätsommertemperaturen ordentlich ein.

Feuerwerk und Lichtshow

Zum herrlichen Ambiente im Hafen trugen auch die vielen Freizeitskipper bei, die ihre Boote nicht nur geschmückt, sondern auch beleuchtet hatten. Was für ein Bild am Abend: Nach dem Konzert schossen Feuerwerksraketen in den Nachthimmel, und die anschließende Laser-Show ließ den Hafen in schillernden Farben erstrahlen – eine traumhafte Kulisse, ein traumhaftes Fest.

Da konnte das miese Wetter, mit dem die Besucher am Sonntag beim Frühschoppen mit dem Shantychor Butjenter Blinkfüer vorlieb nehmen mussten, den Gesamteindruck nicht trüben.

Stefan Schreiber dankte zum Abschluss allen Helfern, die dazu beigetragen hatten, dieses schöne Fest auf die Beine zu stellen. Der Vorsitzende lobte die Gemeinschaft der Vereine. Und auch Bürgermeister Hans Francksen gratulierte zu der tollen Veranstaltung. Stefan Schreiber erinnerte daran, dass der „Tag des Wassersports“ im vergangenen Jahr ein Flop gewesen sei. Die Idee, bei der Jubiläumsfeier nicht zu kleckern, sondern zu klotzen, habe auch er selbst zunächst mit einer gewissen Skepsis aufgenommen. Aber die Rechnung ist aufgegangen.

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