Conneforde/Spohle - Eine Überraschung barg der Tag der Sonnenwendfeier für den Vorsitzenden des Heimatvereins Conneforde, Hans-Gerd Wefer. Anlässlich des vorausgehenden Sonnenwend-Volkstanzfestes am Sonntagnachmittag im Spohler Krug zeichnete der Heimatbund für niederdeutsche Kultur „De Spieker“ Wefer mit der Ehrennadel in Silber aus – der höchsten Auszeichnung, die der „Spieker“ zu vergeben hat.

„Spieker“-Baas Rita Kropp, Petersfehn, würdigte die Verdienste Wefers um die Pflege von Brauchtum, Volkstanz und der plattdeutschen Sprache. Wefer ist seit 1975 im Heimatverein Conneforde aktiv. 1989 wurde er „Baas“ der Ehepoordanzkoppel rund um Connefoor“, seit 1999 ist er auch Vorsitzender des Heimatvereins. Wie der Urkunde, die Kropp dem Geehrten überreichte, zu entnehmen ist, hat Hans-Gerd Wefer „de nedderdüütsche Kultur wiet över dat Ollnborger Land rutdragen un sik darför insett, dat de Plattdüütsche Spraak lebennig blifft und erhollen ward.“ Blumen gab es für Ehefrau Hildegard, bevor zahlreiche Tanzgruppen, der Kindergarten „Spatzennest“ Spohle und die Dörpsmusikanten Bockhorn den Nachmittag gestalteten. Gäste waren auch Wiefelstedes Bürgermeister Jörg Pieper und Pastor Dr. Tim Unger von der evangelischen Kirchengemeinde Wiefelstede.

Am Abend machten sich in Conneforde gut 250 Menschen unter musikalischer Begleitung des Spielmanns- und Fanfarenzuges Hahn-Nethen und der Fackelträger der Freiwilligen Feuerwehr Spohle zu Fuß auf zum Heinenbarg – zur Sonnenwendfeier, die auf dem Hügel bereits seit 1920 gefeiert wird und stets Höhepunkt des Veranstaltungsjahres beim Heimatverein Conneforde ist. Vorsitzender Hans-Gerd Wefer begrüßte die Gäste – und kein Regen trübte in diesem Jahr den Abend, in dessen Verlauf traditionell auch der Heimat und der Toten gedacht wird – musikalisch unterstützt von Gerd Reins aus Wemkendorf auf der Trompete. Den „Sünnros-Danz“ tanzte wieder die „Ehepoor-Danzkoppel rund um Connefoor“. Die „Feuerrede“ – natürlich in Plattdeutsch – hielt in diesem Jahr Hartwig Ohlenbusch aus Neuenburg, der unter anderem angesichts des heutigen Wohlstands die Wegwerfmentalität und die Vernichtung ungeheurer Mengen von Lebensmitteln kritisierte.

Schließlich entzündeten Kameraden der Spohler Wehr das Feuerrad, das wie üblich zum Höhepunkt der Feier brennend den Hügel hinunterrollte.