Schweewarden - „Ich finde es toll“, freute sich Lotti Böning, die im Seniorenheim Hof Picksburg wohnt. Zu Gast war das erste Mal die Gruppe Butjenter Spinndönz. Während viele der Bewohner die Kunst des Spinnens noch aus ihrer Kindheit kennen, ist dies bei Lotti Böning nicht so. Einen Bezug zu dieser Handwerkskunst hatte sie als Kind allerdings trotzdem – ihr Großvater hat als Drechslermeister zahlreiche Spinnräder gedrechselt.

Während die Mitglieder des Spinnkreises im Seniorenheim Wolle spinnten, sah Lotti Böning interessiert zu. Auch die anderen Bewohner zeigten sich sehr interessiert und nutzten auch die Gelegenheit, Wolle zu ertasten.

Die Gruppe Butjenter Spinndönz besteht nunmehr seit elf Jahren und gehört dem Rüstringer Heimatbund an. Annegret Martens aus Ruhwarden hat die Gruppe ins Leben gerufen und leitet sie auch jetzt noch.

Zurzeit gehören neun Frauen und ein Mann dem Spinnkreis an und sorgen dafür, dass diese alte Handwerkskunst nicht in Vergessenheit gerät. Die zu spinnende Wolle erhalten sie von Deichschäfern und privaten Züchtern.

„Es ist eine sehr gute Koordination erforderlich“, wussten die Mitglieder während ihres Besuchs im Seniorenzentrum zu berichten. Denn mit beiden Händen werden verschiedene Tätigkeiten ausgeführt, während ein Fuß das Spinnrad drehen muss.