[SPITZMARKE]HOLZHAUSEN - HOLZHAUSEN/STI - Beim traditionellen Frühschoppen am Himmelfahrtstag vor dem Dorfgemeinschaftshaus Holzhausen könnte der Startschuss für den Wiederaufbau des Schafkobens fallen. „Den Reinerlös des Konzerts wollen wir dem Heimatverein Düngstrup spenden“, erklärte Renate Krieger, die 1. Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Holzhausen, gestern. Auch die Harmonika-Freunde Wildeshausen, die am Donnerstag, 17. Mai, ab 11 Uhr aufspielen, stellen sich in den Dienst der guten Sache, zeigte sich Schriftführer Günther Reineberg überzeugt.

Der Holzhauser Schafkoben wurde Ende März ein Raub der Flammen (die NWZ berichtete). Geblieben ist nur das Fundament aus Findlingssteinen. Der Heimatverein Düngstrup hatte das schmucke Kleinod gepflegt und unterhalten. Das Gebäude war rund 100 Jahre alt. Der Großvater von FDP-Ratsherr Hergen Stolle, Otto Stolle, hatte den Schafkoben 1934 an den Heimatverein übergeben mit der Auflage, ihn als Kulturstätte zu erhalten. Diesem Auftrag kamen die Mitglieder des Heimatvereins stets nach.

Wie Krieger gestern erläuterte, haben sich schon viele Bürger gemeldet, die für den Aufbau des Schafkobens spenden wollen. Nach Angaben von Hergen Stolle werde ein alter, baufälliger Schafkoben gesucht, der vor Ort abgebaut und in Holzhausen wieder aufgebaut werden könnte. Es sei allerdings nicht so einfach, ein derartiges Gebäude zu finden, da diese zumeist unter Denkmalschutz stehen. Der „neue“ Koben soll in jedem Fall ein Reetdach haben.