[SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE]JEVER - JEVER/US - Das gesamte Neubaugebiet „Klein Grashaus“ in Jever ist seit gestern Tempo-30-Zone. Am Morgen stellten Mitarbeiter des Bauhofs das Schild an der Einfahrt hinter dem Mühlenstraßen-Kreisel auf.
Zwar gilt das Schild für alle Straßen in dem großen Neubaugebiet. Um die Autofahrer an das Tempolimit zu erinnern, will die Stadt aber noch bei entsprechender Witterung Tempo-30-Markierungen auf die Fahrbahnen malen. Zudem ist geplant, sporadisch das Display der Verkehrswacht aufzustellen, das Autofahrern die aktuell gefahrene Geschwindigkeit anzeigt.
Die Stadtverwaltung geht aber davon aus, dass die Akzeptanz für das Tempolimit in dem Wohngebiet groß sein wird.
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Spur von Lappland nach Jever
KrimitageMaj Sjöwall und Jürgen Alberts entführen bei Lesung in Unterwelt
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Die beiden Krimi-Kultautoren boten ihrem Publikum manchen Leckerbissen. Die Zuhörer amüsierten sich köstlich.
Von Marina Schünemann
JEVER - Vorfreude und Erwartung lagen in der Luft. Eilig wurden noch Stühle herbeigeschafft für die Nachzügler der rund 100 „Zeugen“, die sich Mittwochabend im großen Sitzungssaal des jeverschen Amtsgerichtes versammelt hatten für eine Krimilesung der Spitzenklasse mit Maj Sjöwall und Jürgen Alberts.Auf Einladung Uta Esselborns vom Litera Tee und des Kulturamtes der Stadt eröffnete das Krimi-Duo die „4. Ost-Friesischen Krimitage“. Dank der Initiative von Peter Gerdes, dem Organisator dieser kriminellen Machenschaften, wurde Jever zum zweiten Mal zum Tatort mit Autoren, die sich international einen Namen gemacht haben.
Eigens aus Stockholm war Maj Sjöwall für diese Lesung angereist. Sie ist wie Agatha Christie und Patricia Highsmith eine der großen „Ladies of Crime“. Zusammen mit ihrem Ehemann Per Wahlöö machte sie mit einen Zyklus von zehn Kriminalromanen mit der Figur des Kommissars Beck den gesellschaftskritischen Krimi zum Kult. Nach dem Tod ihres Ehemannes schrieb sie weiter und arbeitet seit mehreren Jahren eng mit Jürgen Alberts zusammen.
Als Entree servierte sie ihrem Publikum einen Auszug aus „Verschlossen und versiegelt“, der bei so manchem Zuhörer Erinnerungen aufkommen ließ an lange Lesenächte in den 70ern.
Als Kontrast folgte die gemeinsam geschriebene Groteske „The last smoker“. Auf exzellente Weise von Jürgen Alberts gelesen, litten die Krimifreunde mit Jack Right, dem Raucherjunkie, dem die Sicherungen durchbrennen, als er im Flugzeug „Opfer des Regulierungswahns“ wird und nur mit Hilfe einer Prise Arsens doch noch zu seiner Fluppe kommt.
Bot der Bücherstand der Buchhandlung am Kirchplatz während der Pause Anregungen en masse, folgte nach einer musikalischen Einleitung mit Deike Böning auf dem Saxophon der Höhepunkt. Gemeinsam lasen sie ihre speziell für diesen Termin geschriebene Satire „Hangover in Jever“, die in der Anthologie „Fiese Friesen“ erschienen ist.
Mit schwedischem Akzent stellte Maj Sjöwall Rebecca vor, die „investigative Journalistin“, die sich zusammen mit Bo, ihrem langjährigen Fotografen im lappländischen Lycksele zu Tode langweilt. Da kommt die Geschichte mit den Frauen in der „Silver Bar“ gerade recht. Ihr seltsames prahlerisches Verhalten, nachdem sie Schlankheitsbier getrunken haben, führt Bo und Rebecca nach Jever. Hier erwartet sie dann, wie Agatha Christie zu sagen pflegte, „a real surprise“: Bo verschwindet in den unterirdischen Gängen, und Rebecca, ja, Rebecca lässt eine Geschichte über „die Ticker laufen“, mit der sie ganz groß herauskommt.
Das Publikum, das sich köstlich amüsierte, dankte den beiden mit viel Applaus.
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