Neuenburg - „Toll, dass es wieder los geht“, freute sich Stammkunde Hans-Hermann Grafe am Sonntag über den Backtag des Heimatvereins im Museum auf dem Rauchkatengelände. Seit Jahren kommt er her, um „besonders gut schmeckendes und saftiges Rosinenbrot“ zu kaufen. Im vergangenen Jahr war es leider nicht möglich. Ein Jahr lang mussten nicht nur die Neuenburger, sondern auch die sonst aus der ganzen Region kommenden Gäste auf den sonntäglichen Backtag verzichten. Der Backofen in dem kleinen Backhuus musste repariert werden. In den vergangenen Monaten hatten Mitglieder des Heimatvereins, allen voran der Maurer im Ruhestand Konrad Cimander, gemeinsam mit Günter Bohlen den Steinofen innen mit neuen Schamottesteinen ausgekleidet und die Rauchabzugsvorrichtung erneuert. Der nun wieder voll funktionsfähige Ofen wurde bereits am Donnerstag vom Bäcker und gleichzeitig 1. Vorsitzenden des Heimatvereins, Ralf Splitthoff, angeheizt.

Nach dem Erlöschen der Glut konnte in der Restwärme mit dem anspruchsvollen Backen des Schwarzbrotes begonnen werden. Bis Sonntag kamen noch einige andere schmackhafte Brotsorten und verführerisch duftender Kuchen hinzu.

Erstmals wurde das Gebäck aus einem neuen Verkaufstresen verkauft. Diesen hatte der Heimatverein wegen hygienischer Anforderungen angeschafft.

Ehrenamtliche Heimatvereinsmitglieder servierten zu den sieben Sorten Kuchen, in alter Sonntagstracht nachempfundener Kleidung, literweise Tee. Zahlreiche Stammkunden kaufen regelmäßig Brot oder verbringen einige Zeit mit Freunden im Museumscafé. Urlauber und Touristen, die zufällig dort vorbeikommen, sind von der Ausstellung und dem appetitlichen Angebot begeistert. So auch Gisela Krannich und Willy Harbers aus Moormerland. Sie hatten auf ihrem Sonntagsausflug das Hinweisschild an der Straße entdeckt und sich hier mit „sehr leckerem“ Butterkuchen gestärkt.

Am Sonntag war das Museum auch Ziel einer Ausfahrt des Kreidler-Club Zetel-Bockhorn mit Moped-Oldtimern. Die Fahrzeuge wurden zur Freude der Gäste auf dem Gelände zur Schau gestellt.