SPOHLE - Auch in diesem Jahr stieß der Brauchtumstag im Spohler Krug wieder auf großes Interesse: „Spinnen to´n tokieken un mitmaken . . .“ hieß es am Wochenende beim Heimatverein Conneforde. Handwerk zum Anfassen war angesagt. Ein vielseitiges Programm mit Ausstellern auch aus Friesland begeisterte die Besucher. Unter anderem stellten sich „De Taumakers“ des Heimatvereins Conneforde, die „Ehepaardanzkoppel rund um Connefor“ und die „Späälkoppel van´n Heimatvereen Connefoor“ vor. Mitglieder zahlreiche Spinnköppel und Spinnstuben aus dem Ammerland und der Umgebung stellten ebenfalls ihr Handwerk vor und beantworteten auch gerne die Fragen der Besucher. Holzschnitzarbeiten, Porzellanmalerei, Ölmalerei, Klöppel- und Laubsägearbeiten waren weitere Anziehungspunkte auf der Veranstaltung. An anderer Stelle konnte in der Conneforder Dorfchronik geblättert werden. Alte Fotos weckten schnell Erinnerungen beim den älteren Besuchern.

Georg Kuhlmann aus Spohle nutzte gleichzeitig die Gelegenheit, Werbung für sein neues Stück „Endlich alleen!", von ihm geschrieben für die Späälkoppel Conneforde, zu machen: „Richtig was aus dem Leben und vor allem zum Lachen“. Korbflechtern konnte bei der Arbeit über die Schulter geschaut. Friedrich Martens (78) aus Halsbek stellte das Flechten von Bienenkörben aus Roggenstroh und Reeth vor. „Das Flechten von Bienenkörben habe ich schon als kleines Kind von meinem Vater gelernt. Aber erst mit 67 Jahren bin ich damit dann wieder angefangen. Die kleinen Körbe hier sind überwiegend zur Dekoration, die größeren Körbe werden auch noch mal von Imkern eingesetzt. Ich bin auch bereits seit der Gründung Mitglied im Heimatverein in Halsbek“, erklärte er mit Blick auf seine Arbeiten.

Schwiegertochter Margret Martens war mit der Webgruppe des Heimatvereins Halsbek mit auf der Veranstaltung vertreten. „Wir sind jedes Jahr hier und nehmen immer wieder gerne teil. Auf diesem Webrahmen stelle ich kleine Decken her“, erklärte sie interessierten Besuchern. Wer wollte, konnte auch einige der angefertigten Stücke käuflich erwerben.

„Zugeschlagen“ hatten auch Artur Schumacher (78) und Ehefrau Hilde (77), die aus Zetel gekommen waren: „Mit dem Tau hier will ich Gartenabfälle auf meinem Anhänger festbinden“, berichtete Artur Schumacher. „Und einen Weidenkorb haben wir uns auch noch bestellt. Der ist dann für unser Kaminholz“, fügte seine Frau hinzu.