Spohle - Los geht der Frühtanz in Spohle in der Gemeinde Wiefelstede (Ammerland) schon vormittags. Kein Wunder also, dass die Tanzflächen schon mittags voll sind.
Schutz vor Wind und Regen finden die Partygäste in den Zelten. Und vom Wetter lassen sich die Feierwütigen sowieso nicht abhalten. „Spohle muss schocken, scheiß aufs Wetter“, sagt Malte aus Rheinland-Pfalz. Er und seine Kumpel Hilko und Gerrid sind zum ersten Mal dabei. Die drei werden in Rostrup zu Landwirten ausgebildet. Trotz Party zum Tanz in den Mai am Montag sind sie fit für den Frühtanz im Spohler Krug.
Anna und Annika aus Nordenham sind dagegen schon Stammgäste. Die beiden kommen seit 14 Jahren jedes Jahr am 1. Mai nach Spohle. „Es gab nur eine kleine Babypause zwischendurch“, sagt Anna lachend. „Wir haben uns weiterentwickelt, aber Spohle ist halt immer.“
Nicht ganz so lange, aber auch schon eine Weile, fährt die Clique um Sara, Tomke und Jenny aus Wüsting und Umgebung nach Spohle. „Vier, fünf Jahre sind wir schon dabei.“
Die Vareler Katharina und Stephan kommen seit sechs Jahren. Die beiden lassen sich vom Wetter nicht die Stimmung vermiesen. „Es ist trotzdem gut. Und Spohle ist Tradition.“
Gut drauf sind auch Kirsten und Anja aus Zetel. „Ich war seit 30 Jahren nicht mehr hier“, sagt Anja. „Wir fühlen uns richtig jung“, freut sich Kirsten. „Hier hat sich viel verändert, aber zum Guten. Nächstes Jahr kommen wir wieder.“
Mara aus Spohle kommt jedes Jahr zum Frühtanz. Für sie drückt das Wetter etwas auf die Stimmung. „Aber dieses Mal bin ich auch nur wegen Ben Zucker hier.“
Jelske aus Zetel feiert auch jedes Jahr in Spohle – nämlich ihren Geburtstag. 21 ist sie geworden. Das ist besonders gut an ihrem Hut zu erkennen: Happy Birthday steht in großen selbstgebastelten Buchstaben drauf. Ihr Kopf bleibt so auf jeden Fall trocken.
Für die gute Stimmung sorgen auch die Bands und Musiker. Die Sängerin der Band „Sunset Four“ weiß ihr Publikum zu animieren – auch auf Kosten ihrer Bandkollegen: „Die halbe Band ist schon ein bisschen älter, ihr müsst richtig brüllen.“ Das lässt sich ihr tanzendes Publikum nicht zweimal sagen.
