STAATSFORSTEN - „Staatsforsten, hier wohne ich, Staatsforsten, hier lebe ich“: So lautete der Refrain eines eigens komponierten Liedes. Dies war auch das Motto des Zug- und Dorffests im Dorfgemeinschaftshaus am Sonnabendabend zum 100-jährigen Bestehen des Ortes. Rita Lau, Vorsitzende der Interessengemeinschaft Dorfgemeinschaftshaus, und Egon Meyer-Pölking, Zugführer des 5. Zuges, hatten das Fest mit Bewohnern vorbereitet.
Theo Wilken, natürlich in der Kleidung der damaligen Zeit, erzählte über die Entwicklung der Landwirtschaft. Es folgten die Kriegsjahre. Gerda Görlich schilderte die Geschichte der Flüchtlinge. Sie berichtete über ihren Weg nach Staatsforsten, wo sich die Familie niederließ, ein Haus baute und bis heute dort glücklich wohnt.
Auf großes Interesse der knapp 200 Besucher stieß die Geschichte der Schule, die 1950 in einem ehemaligen Offiziersheim ihre Arbeit aufnahm. Auch hier waren es Zeitzeugen, die eigene Erlebnisse erzählten. Günther Schwitalla wurde dabei von Agnes Pal, Ingrid Lützenrath und Roland Elsner auf der „Schulbank“ unterstützt.
Auch der Umzug in die neue Schule, das jetzige Dorfgemeinschaftshaus, war ein Thema. Verbunden mit Staatsforsten ist auch der griese Stein. Der vor 2,5 Millionen Jahren mit der Eiszeit nach Staatsforsten gekommene Stein war Inhalt eines plattdeutschen Vortrags von Josef Richter. Die Bergung und das Aufstellen des großes Steines bis zum Jahr 1979 war eine spannende Geschichte. Der Bau einer Hütte, das Pfingstbaumsetzen, das Osterfeuer und der Grillplatz zeigten die weitere Entwicklung an dem markanten Stein. Auf einem Bollerwagen hatten die Anwohner ein Modell aufgebaut.
Natürlich wurde die Mode beleuchtet. Gezeigt wurden der aktuellen Look, ein Schlafrock und Hippymode sowie die Kleidung eines Brautpaars der 20er Jahre.
Auch die Ehrengäste Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese und Monsignore Dr. Dirk Költgen waren von den Aufführungen begeistert. „Ich komme gerne nach Staatsforsten und gratuliere zum 100-jährigen Besiedlungsfest“, sagte der Bürgermeister. Er betonte das Konzept der Stadt Cloppenburg, auch in Staatsforsten ausreichend Baugebiete zur Verfügung zu stellen, damit sich auch junge Bürger in Staatsforsten ansiedeln könnten. Heute leben in Staatsforsten 510 Einwohner.
Natürlich wurde auch gefeiert. Zu Discomusik konnten die Besucher anschließend das Tanzbein schwingen.
